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Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch / von Karl Helfferich
Entstehung
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Vom U- Bootkrieg bis zur Friedensresolution

Der Fortgang der militärischen

Operationen

Im Westen hatten sich unterdessen neue gewaltigeKämpfe abgespielt.

Hindenburg war dem erwarteten großen Offensiv-stoß der Feinde ausgewichen, indem er unsere zwischenArras und der Aisne in weitem Bogen vorspringendeFront auf eine fast gerade Linie zurückgenommen hatte,die von der Gegend östlich Arras über St. Quentin nachden Höhen nördlich von Vailly führte. Die Zurücknahmeunserer Truppen auf diese neue, stark befestigte Linie warMitte März unbemerkt vom Gegner durchgeführt worden.Durch planmäßige Zerstörung aller Verkehrswege undStützpunkte in dem geräumten Gebiet war für den Feinddie Annäherung gegen die neue Front außerordentlicherschwert worden. Dafür unternahmen Engländer undFranzosen im April eine mit stärkstem Einsatz geführteFlügeloffensive. Die Engländer stießen vom 9. April anbei Arras vor, während die Franzosen etwa eine Wochespäter an der Aisne und in der Champagne nach sechs-tägiger stärkster Artillerievorbereitung zum Angriff aufbreiter Front vorgingen. Die Offensiven hatten das Schick-sal aller früheren: sie kamen über bescheidene Anfangs-erfolge nicht hinaus, unsere Truppen vermochten inheldenhafter Gegenwehr den Durchbruch zu verhindern.

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