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Vom Eingreifen Amerikas bis zum Zusammenbruch / von Karl Helfferich
Entstehung
Seite
112
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Vom U- Bootkrieg bis zur Friedensresolution

eines vollständigen Niederbruches aller Hoffnungen aufeinen guten Ausgang des Krieges.

Ich hielt es für notwendig, dem Abgeordneten Erzbergersofort entgegenzutreten, um den geradezu niederschmettern-den Eindruck nach Möglichkeit abzuschwächen. Zunächstwies ich darauf hin, daß der Boden des 4. August, auf denuns der Abgeordnete Erzberger zurückführen wolle, vonder deutschen Politik niemals verlassen worden sei. DerReichskanzler habe stets sich auf den Standpunkt gestellt:wir führen einen Verteidigungskrieg, keinen Eroberungs-krieg. Niemals habe der Reichskanzler von Eroberungengesprochen. Allerdings von ,, Sicherheiten". Aber dieseSicherheiten seien eine Frage des Erreichbaren; sie würdenabgewogen werden müssen gegen die Opfer, die gebrachtworden und noch zu bringen seien. Ich wandte mich danngegen Erzbergers Kritik der Ergebnisse und Aussichtendes U- Bootkriegs, den wir uns nicht selbst entwertendürften. Vor allem aber betonte ich, daß unsere Feindedas, was sie durch Berennen von außen nicht erreichenkönnten, jetzt durch Sprengung von innen heraus zuerreichen suchten. Es gelte, die Engländer von un-serer Entschlossenheit zu überzeugen, den Krieg bis zueinem für uns annehmbaren Frieden durchzukämpfen, un-geachtet aller inneren Meinungsverschiedenheiten. Dies seidie Voraussetzung unserer Zukunft. ,, Aber wenn das Um-gekehrte eintritt, wenn die Engländer sehen: in Deutsch-land kommt die alte Uneinigkeit zum Durchbruch;

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