Abwehr des Erzbergerschen Angriffes
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während das Haus brennt, während der Feind vor denToren steht, brechen in Deutschland schwere innere Krisenaus; während sie, die Engländer, die schwere Bedrohung,vor der sie stehen, mit einer bewunderungswürdigenNervenkraft ertragen, kommt man in Deutschland insWanken, fangen uns in Deutschland die Knie an zuzittern und zu schlottern dann sind wir verloren. Dannkönnen Sie jetzt machen, was Sie wollen. Einerleiwelche Aktionen jetzt eingeleitet werden, einerlei welcheBeschlüsse Sie jetzt fassen,- keine Beschlüsse und keineAktionen werden den Erfolg haben, den wir alle wünschen,wenn sie nicht nach außen von dem Bewußtsein derStärke und dem Entschluß, durchzuhalten, getragenwerden."
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Die von dem Abgeordneten Ebert beantragte Ver-tagung wurde angenommen. Ich begab mich mit denStaatssekretären Zimmermann, von Capelle und GrafRoedern sofort zum Kanzler, um ihm über das Vor-gefallene zu berichten und die einzunehmende Haltungzu besprechen.
Der Kanzler war von Herrn Erzberger über die Absichtseines Vorstoßes, der auf ein Friedenspronunciamientodes Reichstags hinauskam, ebensowenig unterrichtetworden wie irgendein anderes Mitglied der Reichsleitung.Wir alle fanden es geradezu ungeheuerlich, daß ein Ab-geordneter, der seit Beginn des Krieges fortgesetzt zudiplomatischen Aktionen herangezogen worden und vom
8 Helfferich, Weltkrieg III
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