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Die Photographie historischer Dokumente : nebst den Grundzügen der Reproduktionsverfahren / von P. R. Kögel
Entstehung
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Sfolzesche Belichtungszahlen.

Belichtungszahl 1 j 1,2 j 1,6 | 2 [ 2,3 | 2,5 | 3 | 4 | 4,6 j 6 j 9 | 12Relative Oeffnungl, 16 3,5 | 4 | 4,5 j 4,8 j 5 j 5,5 | 6~3~j6,8 | 7,7 j 9,5 | flBelichtungszahl 16 | 24 |48|96|192j384|768Relative Oeffnung 12,5 | 15,5 ] 22 | 31 | 44 | 62 | 87,6

Ist die Expositionszeit für Blende 24 zu ermitteln und hat manz. B. bei Blende 12 mit F: 11 eine Belichtungsdauer von 1 Sekundefestgestellt, so ist die Expositionszeit bei der Blende 24 mit f:15,5,um soviel länger, als 12 in 24 enthalten ist, also zweimal.

Aus einem solchen Vergleich der Blendenzahlen ersehen wirihre praktische Einfachheit, nämlich daß jede nächstfolgende Blendeeine doppelt so große Beleuchtungszeit erfordert wie die vorher-gehende.

Zeiß in Jena bezeichnet nach dem System von P. Rudolph dieBlende mit dem Duchmesser. Die Expositionszeiten verhalten sichhier unabhängig von der Brennweite wie 2:1.

Blendensystem nach P. Rudolph.

Helligkeit 1:2 4 8 16 32 64 128 256

Lichtstärke, F: 50 ! 36 25,18: 12,5 j 9 6,3 4,5 | 3,2

Belichtungszeit 256 I 128 64 j 32 ; 16 j 8 ] 4 j 2 j 1

Bei der Berechnung der Belichtungszeiten ist auch die Entfernungdes Objektes von Bedeutung, denn für Aufnahmen aus der Nähe istdie für Fernaufnahmen unter gleichen Bedingungen ermittelte Be-lichtungszeit durch den Verlängerungsfaktor zu vermehren, der inKapitelExposition -1 näher bezeichnet wird.

Der Zweck der Blende in der Dokumenten-Photographie istmeistens Steigerung der Tiefe, Regelung der Belichtung und Erzielungeiner größeren Randschärfe.

Es ist empfehlenswert mit der Blende die Exposition auf nichtweniger als 4 Sekunden zu halten, um auf diese Weise Fehler,welche bei noch kürzerer Exposition leicht entstehen können, zuvermeiden.

Hat ein Objektiv Blendendifferenz oder besitzt es mit anderenWorten bei verschiedener Blende einen anderen Fokus, so ist mitBlende einzustellen und der richtige Einstellungspunkt experimentellzu ermitteln.

Die optischen Sondereigenschaften der Linsenund ihre Korrektion.

Ein Objektiv kann mehrere Sondereigenschaften aufweisen, derenKenntnis bei der Auswahl und zur richtigen Verwertung desselbennotwendig sind.