stellpunkt ferner liegenden Stelle, so ist das Objektiv überkorrigiert.Die chromatische Aberration wird indirekt verbessert, wenn mit derBlende eingestellt wurde. Die Randstrahlen werden nämlich durchdie Blende abgeschnitten und es bleiben nur noch die Zentralstrahlen,deren optischer und chromatischer Fokus sich mehr decken.
Die chromatische Vergrößerungsdifferenz äußert sich visuelldurch einen farbigen Saum am Rande der Linien. Achromate gebengewöhnlich in Gelb und Blau Deckung, Apochromate auch im größerenTeil des sog. sekundären Spektrums. Die Vorteile solcher Objektivekommen erst bei der Dreifarbenphotographie deutlich zur Geltung.
Der Astigmatismus.
Der Astigmatismus oder die Punktlosigkeit wird durch die Zer-legung eines schief einfallenden Strahlenbündels in zwei Teile erzeugt,deren Brennpunkte in zwei hintereinander liegenden Ebenen stehen.
Der Astigmatismus macht es unmöglich, vertikaleund horizontale Linien zu gleicher Zeit scharf zu geben.
Zur Probeaufnahme diene eine große Zeichnung, wieAbbildung 5 im Kleinen zeigt.
Werden durch das Vor- oder Zurückschieben derMattscheibe die vertikalen Striche scharf, die horizon-talen aber flau und umgekehrt, so liegt Astigmatismusvor. Derselbe wird durch die Blende nicht verringert. Abbildung 5.
Verschwindet mittels der Blende eine dem Astig-matismus ähnliche Verzeichnung, so ist zunächst die Koma damit be-seitigt worden.
Astigmatisch korrigierte Objektive werden Anastigmate' genannt.
Die Bildfeldwölbung.
Schief einfallende Strah-len verlegen ihren Brenn-punkt vor die Mattscheibebezw. Negativplatte, währenddie zur optischen Achse pa-rallel einfallenden Strahlenden Brennpunkt auf dieselbeverlegen. Abbildung 6.
Dieser Fehler kenn-zeichnet sich dadurch, daßes nicht gelingt Rand- undZentralschärfe gleichzeitig zuerziehlen.
Mit der Blende kanndieser Fehler etwas gebessert werden. Objektive, welche astigmatischkorrigiert sind, aber Bildfeldwölbung zeigen, werden nicht zu denAnastigmaten, sondern zu den Periskopen gerechnet.
Abbildung 6.