Helligkeitswerten, der Text also nicht schwarz auf weiß, sondern weißauf schwarzem Hintergrund. Soll er weiß auf schwarz sein, so genügteine Wiederaufnahme der Photographie mit dem gleichen Apparatund Verfahren;
Ein Mangel des Negativverfahrens im allgemeinen ist, daß dienegativen Helligkeitswerte nur schwer eine sichere Idee von den posi-tiven Farbwerten (rote oder schwarze Schrift) und von dem sonstigenAussehen der Dokumente geben.
Bromsilberpapiere für Aufnahmen mit Rollkassetten sind Bro-maryt III der Neuen Photographischen Gesellschaft Steglitz-Berlin,Pyra-Bromsilberpapier (früher Barybromid) der Gust. SchaeuffelenschenPapierfabrik, Heilbronn a. N., Satrap Marke K. der Aktiengesellschaftvorm. Schering - Carlottenburg , Orthobrom von Gevaert Vieux-Dieu b.Antwerpen . 1 ) Einige Lieferanten von Prismaapparaten haben' eigenesPapier wie Kodak , andere dagegen verwenden eines der oben ge-nannten Fabrikate oder greifen einfach aus den Handelsprodukten einentsprechendes Papier heraus. Wenn von Zeit zu Zeit unter demHandelsmaterial ein geeignetes Papier neu entdeckt wird, so ist seinWert nicht nur etwa nach seiner Gradationsfähigkeit, sondern auch nachseiner Empfindlichkeit und seinem Preis zu beurteilen, was bei manchenEmpfehlungen solcher Papiere besonders von Nicht-Fachleuten außeracht gelassen wurde. Weiter hat die Erfahrung gelehrt, daß diewenigstempfindlichen Papiere nicht immer am kontrastreichsten arbeitenwie dies manchmal geglaubt wird.
Bilder auf Bromsilberpapier können wie Negative zu Abzügenverwendet werden, wenn dieselben mit Paraffin transparent gemachtworden sind, was besonders bei dünneren Papiersorten gut gelingt.
Auf Bromsilberpapier kann das entwickelte Negativbild durchUmkehren in ein Positiv verwandelt werden. Da sich das Umkehr-verfahren (Kontratypie) nicht allein beim Bromsilberpapier anwendenläßt, sondern auch mit Platten und Films, so wird es später besondersbesprochen. Geeignete Papiere für Kontratypie werden seit 1908 vonder englischen Firma Charles Dawson , Holloway Hill Goldalming unterdem Namen „ Positype Paper u in den Handel gebracht. Dasselbe sollsich sehr gut bewährt haben. Die vereinigten Fabriken photographischerPapiere in Dresden haben im Jahre 1908 ein Ferrotypepapier an-gekündigt. Es ist ein braunes mit Bromsilbergelatine überzogenesPapier, das nach dem Entwickeln und Fixieren mit Quecksilberchlorid(Sublimat) gebleicht wird. Es scheint, daß es aber auch gelingt, positiveBilder ohne darauffolgendes Ansbleichen herzustellen. D. R. P. 124 540.
Ein Ersatz für Platten und Negativpapier sind Films. 2 ) Die-
>) Lumiere et Fils, Lyon, haben orthochromatisches Negativpapier fürPrismenaufnahmen an die Vulgata-Kommission in Rom geliefert.
2 ) Das Arbeiten mit Rollfilms. Von Hugo Müller, Verlag W. Knapp,Halle a. S. 1904. — Das Arbeiten mit moderner Filmpackung. Von G. Mercator,Verlag W. Knapp, Halle a. S. 1904. — Das Photographieren mit Films. VonDr. E. Holm. Neue 2. Auflage v. W. Wolf-Czapek, Berlin 1913.