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Bezeichnungder Platte
jScheiner
Watkin
Wynne
Warnerke
Hell Dunkel
Relative Emp-findlichkeit
14
339
117
27
22
2,0
15
432
132
28
23
1,6
höchst
16
531
150
29
24
1,3
empfindlich
17
702
169
30
25
l
18
895
190
31
26
0,8
19
1040
215
32
27
0,6
20
1454
243
33
28
0,5
Beispiel I: Hat eine Platte 14° Scheiner und eine andere 5°Scheiner, so verhält sich die Empfindlichkeit wie 2:18; die 5°Scheinerplatte muß also 9 mal länger belichtet werden.
Beispiel II: Hat eine Platte 9° Scheiner und eine andereWarnerke 14 dunkel, so muß die Warnerkeplatte ungefähr 2 mallänger belichtet werden als die Scheinerplatte, weil für die erstere14 relative Empfindlichkeit und für die letztere 7 relative Empfind-lichkeit ist. Man möge sich also durch die numerisch höhere Warnerke-grade keine höhere Empfindlichkeit der Platte vortäuschen. Nichtalle Fabriken haben sich entschließen können, ihre Produkte mitSensitometergraden zu bezeichnen.
Eine gute Methode, die relative Empfindlichkeit von zwei ver-schiedenen Platten festzustellen, ist eine Stereoskopaufnahme. Manschneidet eine große Platte in zwei kleinere auseinander. In dieKassette werden von jeder Gattung je eine Platte nebeneinandergelegt,mit gleicher Blende exponiert, gleichzeitig entwickelt und fixiert. ZurKontrolle, ob etwa ein Fehler durch ungleiche Größe der Blende u. a.entstanden sei, wird eine zweite Aufnahme gemacht, aber dieses Malwird die Platte, welche auf der rechten Seite in der Kassette lag indie Linke eingelegt.
Zur genauen Einhaltung der Exposition ist eine Stoppuhr, dereneiner Zeiger die Sekunden und ihre Bruchteile, deren anderer dieMinuten, gewöhnlich bis zu einer 1 /. 2 Stunde angibt, zu empfehlen.Mit einem einfachen Druck kann die Uhr neu eingestellt werden.
5. Das Aufnahmematerial.
Die lichtempfindlichen Substanzen, welche in der Dokumenten-photographie als Aufnahmematerial zur Verwendung kommen, besitzenje nach ihrer Art und Aufbereitung eine bestimmte Leistungsfähigkeit,so daß eine Platte, welche in einem Falle ein vorzügliches Bild gibt,in einem anderen es versagt. Die Sondereigenschaften einer Plattekönnen aber auch große Vorteile bieten.
Der Dokumentenphotograph würde nun einen sehr schlechtenLehrgang einschlagen, wollte er etwa seine ersten Versuchsaufnahmen