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Silber. Die Beleuchtung der Platte unter dem Negativ muß kurz,aber hinreichend kräftig sein, um ein kontrastreiches Bild zu erzeugen.
Die Beleuchtung dauert mit elektrischen, etwa 16kerzigem Glüh-licht Sekunden bis zu mehreren Minuten, je nach der Dichte desNegatives und dem Lichtabstande, der gewöhnlich 1 Meter sein soll.
Je weiter man vom Licht abrückt, desto härter wird das Dia-positiv. Zur Hervorrufung des Bildes werden die gebräuchlichen, aberetwas verdünnten Entwickler benützt. Das Fixierbad muß für manchePlattensorten gut erhalten sein, damit kein Schleier entsteht.
Im Handel finden sich Tonbäder, welche dem Bilde verschiedeneFarben in Rot, Grün, Blau usw. verleihen. Gecka-Werk Dr. GottliebKrebs, Offenbach a. M. Ica-Gesellschaft, Dresden .
Zur Projektion der Diapositiven dienen besondere Apparate mitStarklicht. Am besten ist elektrisches oder das sog. Kalklicht. Beiletzterem strahlt ein mineralischer Glühkörper, der durch Sauerstoffund ein organisches Gas in Weißglut gebraeht wird, ein weißes, starkesLicht aus. Früher wurde das Gas komprimiert in Stahlflaschen ge-liefert. In neuerer Zeit kann es an Ort und Stelle hergestellt werden. 1 )Abbildung 38. Deli-Licht der Firma Unger und Hoffmann, Dresden .
Bei Projektionsapparaten mit epidiaskopischer Vorrichtung istein Diapositiv nicht notwendig. 2 ) Die Originalien werden einfach inden Apparat gelegt. Abbildung 39. Opt.-mech. Werkstätten R. Winkel,Göttingen .
Anstatt der gebräuchlichsten Projektionsschirme sind solche mitmetallischem Ueberzug besonders für dunklere Bilder sehr geeignet.Für lange, schmale Räume werden glatte Schirme mit kleinem Streu-ungswinkel gewählt, sonst aber solche mit geriefelter Oberfläche undgrößerem Streuungswinkel. 3 )
13. Die Vergröfserungsverfahren. 4 )
Ein Bild kann auf verschiedene Weise vergrößert werden.Zunächst sei die Neuaufnahme mit der Kamera in mehr alsNaturgröße erwähnt.
Praxis der Makro- und Mikroprojektion. Von Franz P. Wimmer, Verlag 0.Nemnich, Leipzig . Besonders im palaeographisehen Unterricht, dürften sichErklärungen an der Hand von Diapositionen sehr nützlich erweisen.
’) Delilicht von Unger und Hoffmann. Dresden .
2 ) Bezugsquelle Zeiß-Jena. R. Winkel, Optische Werkstätte Göttingen .Reichert, Wien; E. Liesegang, Düsseldorf .
3 ) Vgl. Dr. H. Lehmann: Ueber einen neuen Projektionsschirm mit metal-lischer Oberfläche. Verhandlungen der Deutschen physik. Gesellschaft, XI.S. 123. 1909. Prospekt Mikro 265 der Firma C. Zeiß-Jena. Ferner Artikel„Ueber Projektionsschirme“ in den Photographischen Mitteilungen, Heft 20u. 21. 1913. Von Dr. Paul Ritter von Schrott, Privatdozent, Wien .
*) Handbuch des Vergrüßerns auf Papieren und Platten. Von Dr. F.Stolze, Verlag W. Knapp, Halle a. S. 1911. Vergrößern und Kopieren aufBromsilberpapier. Von F. Loescher, Verlag G. Schmidt, Berlin 1908.
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