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Silberpapier und das Originalblatt zuerst zwischen zwei Bogen Papier legt, welche mit 10 °/„ Superoxyd befeuchtet wurden.
Hohe Wärme, bei der aber die Gelatine leicht schmilzt, reduziertWochen auf Minuten. Alle diese^Verfahren eignen sich scheinbarnur dann, wenn die zur Schrift benützten Tinten sauere sind, waszwar bei vielen alten Schriften zu erwarten wäre. Die wenigen Ver-suche des Verfassers mit denselben haben aber keinen Erfolg ge-zeitigt.
Da diese Verfahren sehr wahrscheinlich auf Oxydation odereiner anderen chemischen Umsetzung beruhen, so dürften sie bei kost-baren Handschriften immerhin nicht angewandt werden.
19. Einige besondere Lichtbild verfahren.
Aufnahme mit Teleobjektiv.
Zu den historischen Dokumenten gehören Inschriften auf Steinu. ded.O
Ist die Ausdehnung der Schriftmäßig, so genügt zur Aufnahme eingutes Landschafts- oder Universal-objektiv. In nur seltenen Fällen wirdein Weitwinkelobjektiv erfordert sein.
Eher kann es Vorkommen, daßdie Schrift sehr hoch oder weit ent-fernt liegt. Dann wird das Tele-objektiv das Bild herbeibringen. Manvergleiche die Inschriften „Ionas“ inAbbildung 46. (Sixtinische Kapelle in Rom .)
Für Teleaufnahmen im Freien istgroße Helligkeit sehr wertvoll, weileine ungleich erwärmte und unruhigeLuft bei langen Expositionen die Schärfedes Bildes beeinträchtigt. * 2 ) Ist ein gutkorrigiertes Objektiv bereits vorhanden,so kann die Vorderlinse desselben mit einer negativen Telelinse zueinem Fernobjektiv umgewandelt werden.
Das Goerz-Teleobjektiv besteht dementsprechend aus der Hälftedes Anastigmaten Dagor und einem Teleansatz.
Auf gleiche Weise können die Tessare und Protare von ZeißVerwendung finden.
') Handbuch der Meßbildkunst in Anwendung auf Baudenkmäler undReise-Aufnahmen. Von Reg.-Rat Professor Dr. A. Meydenbauer. Geh. Baurata. D. Mit 1 OS Abbildungen. Preis 1I,60M., in Ganzleiuenband 12,40 M.
2 ) Das Magnar 1 :10 von Zeiß-Jena und das Rapid-Tele-Peconar vonPlaubel u. Cie. Frankfurt a. M. zeichnen sich durch hohe Lichtstärke aus.
Abbildung 4fi.
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