— 43 —
örrtha: Er komnit heute noch. Und ich warte aufihn. (Pause.)
Hütten: Was fehlt Dir Bertha? — Du bist soernst — so traurig. — Seit Dein Vater weg ist —.Ängstigst Du Dich um ihn?
Lerthln Nein!
Hntten: Dann sag'! Was ist es sonst?
Sertha: Nichts! — Nichts! — (spinnt und summt
halblaut cin Liebchen.)
HlltttN (nach einer Pause:) Bertha!
Lertha: Was willst Du?
Hntten: Du inst unerklärlich!---Hast Du
mich nicht mehr lieb?
öN'thll (lehnt sich in ihrem Stuhle zurück und sieht Hüttenmit großen, lüttenden Blicken nu.)
Hütten (faßt ihre Hand:) Sag' was ist Dir, Bertha!
Lertha (bittend:) Geh! — Laß mich spinnen, Ulrich!
Hntten: Mädchen, was ist in Dir vorgegangen? —Schau mir frei ins Gesicht! — Du trägt etwas in
Dir herum, was Du mir verbirgst.--(bittend:)
Sag' mir, was Dich drückt!
öerthll (sieht ihn lange an:) Ich kann nicht, Ulrich!
— Ich darf nicht. (Sie steht aus. Einige Augenblicke stehendie beiden sich stumm gegenüber. Hütten umarmt Berthn undtüßt sie; Bertha läßt es willenlos geschehen.)
Hütten: Komm'! — Setze Dich zu mir!
(Sie setzen sich zusammen ans ein Polster am Fenster. Hutteuergreift ihre beiden Hände.)
Hütten: Sag mir! Was macht Dich so traurig?!
— Bertha! — Bitte! Sag' mir's!
Lertha: Ulrich--!— Frage nicht! — Ich
bitte Dich, frage nicht!
(Hütten gibt langsam ihre Hände frei und schaut träumerischzu Boden. Pause.)
Lerthll (beobachtet Hütten, kämpft mit sich selber; plötz-lich heiter:) Komm' Ulrich! — Ich will wieder Deine
fröhliche Bertha sein! — Ich will es Dir erzählen--.
Aber Du darfst mich nicht auslachen!