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Hlltttin Erzähle es nur! — Unbesorgt!
Lerthln Gestehe nnr! Dn lachst oft genug übermich! — Ich bin ja gegen Dich so kindisch und klein!
Huttriu Bleib' wie Du bist! Werde nie anders!
öertha: Ich will sein, wie Du mich willst, — Gelt,Du bist mir nicht mehr böse?
Hiittriu Warum sollt' ich Dir böse sein?
örrtha: Weil — weil — Ich war gestern undheute gegen Dich so — — so — —! Ich habe Dirwehe gethan, Ulrich. Ich Hab's wohl gemerkt!
Hilttnu Du warst sonderbar.
Lertha (lacht:) Sieh! Ich muß selber drüber lachen!— Wie der Bater gestern srüh Abschied genommenhat, da hat er zu mir gesagt: „Bertha, nimm' Dichvor dem Hütten in Acht! — So wacker und brav ersonst ist, so gefährlich ist er für junge Mädchen."
Hüllt» (lachend:) Das hat er gesagt!
LtrthlN Ja! Gefährlich wärst Du!
tjutteii: Und Du hast das geglaubt?
LrrthlU Er hat gesagt, ich solle mich vor Dirhüten. Da habe ich mir vorgenommen, ernst zu seinund Dich nicht mehr zu küssen.
Hutteiu O Du gutes, unschuldiges Kind! ^- (um-armt sie:) Jetzt gib mir einen Kuß, aber einen rechten!(sie küßt ihn.) So! — Und wenn der Vater nach Hausekommt, erzähle ich's ihm.
LertlM Nein! — Ulrich —!
Huttrn: Dann mußt Tu Dich nicht mehr vor mirhüten, denn dann bist Du meine Braut.
(Der Turmwächter bläst.)
Lertha: Der Vater! Der Vater! (eilt fort. Hütten
ihr nach. Die Bühne bleibt einige Augenblicke leer.)
(Hütten kvmint mit Otto v. Bergen, etwas später Berthamit Margarethe o. Bergen.)
Lergrin Ich erhielt den Brief und sofort machteich mich' auf den Weg. — Sickingen seit gestern frühabwefend? — Zollern mit ihm?