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Ulrich von Hutten
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Hütten: Zollern mit! Sie wollen heute Abendzurück sein. Er kann immerhin noch kommen.

Bergen: Wenn er es nicht vorgezogen hat, sichunterwegs ein Obdach zu suchen. Das Wetter wütetentsetzlich. Wir hatten uns in eine Banernhütte ge-flüchtet. Die war klein und voll Rauch! Durch dasDach tropfte der Negeu und ein Bund Stroh sollteunser Lager sein. Das war Margarethen zu unbequem,und sie drängte, daß wir trotz Sturm lind Regenweiter ritten.

Hütten^ Margarethe?! Du bist ja ganzdurchnäßt! Hattest Du keinen Mantel?

Lergen: Ich gab ihn Margarethen.

Hutteil: Komm, ich will Dir von meinen Kleiderngeben. Sie werden Dir passen! (mit Bergen nb.)

(Bertha und Margarethe standen am Kamin, Sie sprachen nurwenig zujannnen. Margarethe betrachtete Bertha mit feindseligenBlicken. Jetzt kvmmen sie nach vorn.)

Margarethe (fixiert Bertha; durch die Zahne:) DasFrätzchen!

Sertha: Was wünscht Ihr?

Margarethe: O nichts!--Nicht wahr, Hütten

gefällt Euch.

öertha treuherzig:) Kennt Ihr ihn?

Margarethe (lacht laut a»f:> Ja freilich! Sehrgut kenn' ich ihn!

Lertha: Und er gesällt Euch nicht? Er ist soedel und groß!

Margarethe (spöttisch:) Ihr kommt Euch gewiß rechtklein gegen ihn vor!

Lertha: Ja, unendlich gering!

Margarethe: Glaubt Ihr, daß er an Euch Ge-fallen findet?

Lertha: Ach nein! Ich bin ja so--! Ich

weiß wirklich nicht--

Margarethe (für sich:) Das Kind ist toll! (laut:)Nein, liebe Kleine! Ihr gesallt dem Hutteu, dem großen,