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MllNM'ttljr (ist ganz nach dem Vordergrund gekommen;
für sich:) Diesen Tag erlebst Du nicht!
(Der Zwischenvorhang fallt sehr rasch.)
III. Auftritt.
Ein Zimmer im chursürstlichen Palaste.
Richard v. Trier hält ein Schreiben in der Hand. Vor ihmein Bube.
Trier : Gab sie es Dir selbst?Lulie- Ja. Und Euch selbst sollte ich's übergeben.Trier : Gab sie Dir noch einen mündlichen Auftrag.Silben Nein!
Trier : (winkt ihm zn gehen. Der Bube ab. Er erbrichtden Brief und liest, wird kreidebleich; wie gebrochen sinkt er aufeinen Stuhl, immer auf den Brief stierend. Er keucht undwischt sich den Angstschweiß von der Stirn; matt:) Was ist
das?! — Ha! Das ist nicht möglich! — — DerSickingen! — Das ist nicht — möglich! (er läßt denBrief fallen und starrt tot in die Leere. Matt lächelnd erhebter sich; halblaut:) Ihr habt uns noch nicht! (er klingelt. EinEdelknabe tritt auf.)
Trier ; Rnfe mir Eck! - Auf der Stelle!Edelknabe: Er wartet schon im Vorzimmer.Trier : Sofort soll er herein! (der Knabe ab.) —Wir müssen uns wehren —!— ja! — Wehren!
(Eck tritt auf.)
Eck: Was wünschen Euer churfürstlichen Gnaden?
Trier (auf den Brief nm Boden deutend:) Lest den
Brief da!
(Eck hebt den Brief auf uud will lesen.)