Druckschrift 
Ulrich von Hutten
Seite
53
Einzelbild herunterladen
 

53

MllNM'ttljr (ist ganz nach dem Vordergrund gekommen;

für sich:) Diesen Tag erlebst Du nicht!

(Der Zwischenvorhang fallt sehr rasch.)

III. Auftritt.

Trier .

Ein Zimmer im chursürstlichen Palaste.

Richard v. Trier hält ein Schreiben in der Hand. Vor ihmein Bube.

Trier : Gab sie es Dir selbst?Lulie- Ja. Und Euch selbst sollte ich's übergeben.Trier : Gab sie Dir noch einen mündlichen Auftrag.Silben Nein!

Trier : (winkt ihm zn gehen. Der Bube ab. Er erbrichtden Brief und liest, wird kreidebleich; wie gebrochen sinkt er aufeinen Stuhl, immer auf den Brief stierend. Er keucht undwischt sich den Angstschweiß von der Stirn; matt:) Was ist

das?! Ha! Das ist nicht möglich! DerSickingen! Das ist nicht möglich! (er läßt denBrief fallen und starrt tot in die Leere. Matt lächelnd erhebter sich; halblaut:) Ihr habt uns noch nicht! (er klingelt. EinEdelknabe tritt auf.)

Trier ; Rnfe mir Eck! - Auf der Stelle!Edelknabe: Er wartet schon im Vorzimmer.Trier : Sofort soll er herein! (der Knabe ab.)Wir müssen uns wehren! ja! Wehren!

(Eck tritt auf.)

Trier : Ah! Da seid Ihr!

Eck: Was wünschen Euer churfürstlichen Gnaden?

Trier (auf den Brief nm Boden deutend:) Lest den

Brief da!

(Eck hebt den Brief auf uud will lesen.)