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Ulrich von Hutten
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HntttN (steht lange vm- ihm: aufgeregt:. Wir müssenuns wiedersehen, Sickingen. Ich muß alles gut machen

--alles, was--alles wieder gut machen. Das

ist meine Hossnung und mein Glaube, der Strohhalm,an den mein Leben sich hält. Sickingen, ich!Nein! Jetzt nicht! Heute nicht! Leb wohl! (drücktSickingen hastig die Hand; eine Weile steht er vor Bertha, diesich abgewandt hat und weint; leise:) Berthll!

örrthll (schrickt zusammen-) Du gehst?

Hüllen (dumpf:) Ich gehe!öertha (in seinen Armen weinend:) Ulrich!(Hütten macht sich lvs; rasch mit Berthn nb,)

Sici'.ingtN: Es geht ihm zu Herzen, dem Knaben.Er wird sich verzehren!

(Friede! tritt auf.^

Sickingen: Was bringst Du, Friedet?

Friede!: Die Hessen zieben das Thal heraus.

Sickingen: Da wird's nicht lang mehr währen, undsie halten uns von allen Seiten.

Friede!: Sie schleppen ein langes Geschntzstnck mitsich, um uns zu beschießen

Sickingen: Das isr schlimm. Es wird uns schwerwerden, stand zu halte».

Friede!: Vom Erker im Saal kann man sie schonsehen.

Sickingen: Wenn Hütten ihnen nur nicht in dieHände gerät! Führ mich hinüber, Friede!, inden Saal!

(Friedet stützt ihn beim Gehen,

Sieliingrn: Und dann laß alles in stand setzen.Eh' sie mich zusammenstoßen, sollen sie sich noch manchenZinken von ihren Hörnern abrennen!

(Mit Friedel ab.)