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Rudolf iirvnisch-) Schlau gedacht! — Der Erzbischofwird sich viel darum scheeren, ob das Weib den katholi-sche» oder lutherischen Teufel im Leib hat.
Mönch: Der freilich nicht! Aber der brave Eck!
— Der häll's für seine erste Pflicht, zu sorgen, das;sich sein Herr nur mit gläubigen Weiberu abgibt.
Nndolf: Ja — dann! — (lachen.,
Mönch: Und—! Hab' ich das Weibchen erst ein-mal in meinem Beichtstuhl, dann hab' ich's schongründlich in meinen Klanen!
Kudolf: Hm! -- Das Weib ist aristokratisch. Siehält streng auf standesgemäßen Umgang! (Sielnchen.)
Mönch- Pa!--Ich sage Dir: Wenn Tu zu
einer kommen nullst, jung oder alt, schön oder häßlich,dann besorge einmal meine Geschäfte Wenn Tu Dichauf die Weiber verstehst, kannst Dn im Paradiese leben '.
— nnd oie sollt' ich nicht kriegen?! — Ha—ha! Sieist schon ans dem besten Weg, hat mich zn sich bestelle,
— hierher, zu einer Unterredung, über geistlicheDinge natürlich. — Leb wohl! — Ich muß sehen, wosie steckt.
«Beide nb »ach verschiedenen Seilen. Der Mv 'nch kvnnnt inilMargarethe von Bergen zurück.)
Mönch: Beichtet, gnädige Fron! Beichtet! Dasmacht das Herz leicht. Kehrt zurück in den Schoß derKirche! — Sie mird Euch retten!
ManM'tthc: Eure Kirche mich retteil!
Mönch (sich nn die Brnst schlagend!) O daß EureKirche nicht oie unsere ist! — Daher der Fluch,der Ench Glück und Frieden raubt! — GnädigeFrau, kehrt zurück zur wahren, alleinseligmachendenKirche, nnd geneset in ihr! Sie wird Euch aus-nehmen wie eine Mntler ihr krankes Kind, sie wirdEuch Wunderbalsam ins Herz flößen nnd alle EureSchmerzen stillen. Wer außer ihr steht, sür deu ist