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Ulrich von Hutten
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ihr Segeu unbegreiflich, wie einem Blindgeborenen dasLicht, Tretet in ihre Gemeinschaft, und Ihr werdetdie Seligkeit schauen! Eure Sünden, wie schwer sieauch sind, werden Euch verziehen und vergeben. Dem:wisset- Unser Vater im Himmel hat mehr Freude aneinem Sünder, der Buße thut, der iu den Schoos;der heiligen Kirche zurücklehrt, als an tausend Ge-rechten,

Margarethe (in Eckstasc,) Priester, ich hasse Ench!Euch alle, ihr Heuchlerseelen!

Mönch, Ihr stoßt die rettende Hand so schnödezurück? Denkt an Eure Seelenqual ! Und denkt anden Frieden, den wir Euch geben können! Gehetznr Beichte! Gehöret uns an! Versprecht es mir!

Margarethe: Mönch--! wenn Du lügst!

Mönch: Der Zweifel ist der schlimmste Feind fürkrauke Seelen, Glaubt an den Arzt und Ihr seid ge-heilt So lang Ihr aber an unserer Kirche Machtzweifelt, erwartet keine Rettung!

Margarethen Töte meinen Zweifel, Mönch!

Mönche Der Glaube tötet ihn,

Maigaretht: Glanbe?! Glaube?!--(lacht

grill ni,s:> Gegen den Zweifel giebt's nur ein MitteliDie Überzeugung, Priester. Gieb mir Über-zeugung!

Mönch: Ihr verlangt zu viel! Überzeugung istkein Glaube mehr. Glaube ist ein Verdienst und wirdEuch angerechnet; Überzeugung nicht.

Margarethe i So gieb mir Deinen Glauben!

Mönch i Laßt ab vom Zweifel, und er ist da.

Margarethe (nußcr sich-) So töte meinenZweifel, Priester! (gezwungen lachend) Jetzt

sind wir wieder, wo wir waren,---Sagt mir,

woher kommt der Zweifel?

Mönch (sich bcdenkend-) Von dem gottfeindlichenWiderspruch iu der ^eele.

Margarethe: Du bist weise und verweigerst mirdie Antwort. Woher kommt der Widerspruch?