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Mönch- Von den Lehren, die außerhalb der Kirchestehen.
Margarethe: Und Du kennst keine solche Lehren?Mönch: Ja — doch!Margarethe: Und hast nie gezweifelt?Mönch: Nie!
Margarethe (»uffnhreudi) Heuchler! SchamloserHeuchler!
Mönch: Ich sprach die Wahrheit.
Margarethe: Deswegen laßt ihr das Volk ver-dummen, weil jedes Wissen in ihm Zweifel wecken muß,und dann wär's aus mit dem Glauben. Ihr mästetEuch von des Volkes Unwissenheit, mißbraucht ihrenGlauben, und glaubt selber nicht!
Mönch: Wenn Ihr den wahren Glauben hättet,Ihr würdet anders reden! — Zwingt Euch zumGlau b e n!
Margarethe: Kann man das?
Mönch: Man kann, wenn man will.
Margarethe: Ich will, wenn ich kann.
Mönch (erleichtert I) Dann beichtet und lobpreisetGott, der Euch vor Euch selber gerettet.
Margarethe: Ich will an meinem Zweisel zweifeln,das mag ihn vertreiben! Nicht wahr, schlauer Priester?
Mönch: Thut das, gnädige Frau!
Margarethe (herausfahrend:) Von meinem Zweiselbin ich überzeugt. Hilft der Zweifel gegen Über-zeugung so gut wie gegen Glauben?
Mönch (nn seine»! Erfvlge verzweifelt:) Das macht mitEnch selber aus!
(Pause. Margarethe starrt völlig geistesabwesend ins Leere.)
Margarethe (plötzlich entschlossen:) Gut, Priester! Ichbin Euer. Da hast Du mein Wort! — Aberhilft es mir nicht — — die Pest über Euch Enten-brut !
Mönch (aufatmend:) Ihr müht glauben, daß eshilft.