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Die Währungs-Debatte im englischen Unterhaus vom 17. März 1896
Entstehung
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Ich möchte hierfür noch ein Beispiel anfuhren, Im amerikanischen Bürgerkrieg, als man dort ein entwertetes Geld hatte -'da? dem ehren-werten Mitglied sür Dover als ein se> ungeheurer Borteil für ein Landerscheint), und als man die Barzahlungen einstellte, welche Folge hattedieS? Die Preise der Lebensmittel sind weit rascher gestiegen, als dieLöhne, Ich habe hier eine Schrift über die damaligen Ereignisse, wetchevon einer allgemein anerkannten Autorität (Lord Plaufair) herrührt, Sieenthält eine Tabelle der Preise nnd Löhne in den Pereinigten Staatenund fügt bei:Die Entwertung unseres Geldes hat sowohl iu Preisenwie in Löhnen eine Steigerung herbeigeführt, aber die Preise sind umsoviel schneller gestiegen, das? der Lohnarbeiter Jahr für Jahr weniger ver-diente und im Jahr 1865 mir ^ dessen erhielt, was er l860 verdient hatte,"Man hat England ein Glänbiger-Lnnd genannt, Wohl niemand, deranniesend war, wird die denkwürdige Rede vergessen haben, die Mr, Glad-stone zuletzt iu diesem Hause über vorliegende Frage hielt, und worin erden Borschlag dem Gelächter der Welt preisgab, daß dieses Land derGlänbiger mit dem Hut iu der Hand in der Welt betteln gehen solle, damitman ihm doch Iv sd, statt eines ^ bezahle, (Heiterkeit!) Dies ist praktischder Erfolg, zu dem uns der Bimetallismns führen müßte, (Hört! Hört!)-Natürlich sagt man:Wir werden mehr Geld erhalten," Die Wahrheit ist,daß man uns nicht in Gold, sondern in Waren bezahlt, DieseWareu sind es, von denen unser Bolk lebt nud nun mutet mau uus zu,,iu der Welt Herumzugeheu nnd zu bitten, daß man uns für nnscr Golddoch weniger Waren liefere: Kann es etwas Thörichteres geben?«Heiterkeit! Hört! Hört!) Wir, die wir hundert oder vielleicht tausendMillionen an fremde Bölker verliehen haben, sollen sie bitten, daß sie-uns für dieses Geld weniger liefern als gegenwärtig! (Hört!) Ich iveiß^daß man sagt, mit dem BimetallismuS wird Silber ebenso wertvoll alsGold, Wer das glaubt, kann seine Aufrichtigkeit dadurch beweisen, das?er dem Gläubiger ebcuso gut als dem Schuldner die Wahl läßt, Siewissen sehr wohl, daß dies nicht dasselbe ist, sonst würde man den Bor-schlag annehmen. Hiermit stimmt ein aus früheren Debatten stammendesArgument eines früheren Führers dieses Hauses, Mr, W H, Smith.Mr, Smith, ein iu Geschäftssncheu sehr erfahrener Mann, meinte, das?ein Gesetz, das das bimctallistische Svstem einführte, zuerst ciue allge-meine Panik hervorrufen würde, weil jedermann, der Gold zn fordernhätte, es sofort einfordern würde, nm nicht später Silber statt Gold zuerhalten. Hört!) Das ist ganz klar. Warum soll ich uicht heute meinGold einfordern, wenn ich morgen besorgen muß, Silber dafür zn erhalten.Vor Mr, Smith sprach dies schon Sir Robert Peel und Mr, Glad-stoue aus, (Hört!)

Ich besorge, die Zeit des Hauses zu lauge iu Auspruch zu nehmen^sonst hätte ich gerne noch weitere Ziffern vorgeführt, nm schritt für-Schritt zu zeigen, welche Fortschritte jede Klasse unseres Gemeinwesens,von der niedersten bis zur höchsten in deu Jahren gemacht hat, seit der-Bimetallismns in Frankreich sein Ende fand. Wir sehen, daß mit denhöheren Löhnen der Berbranch der Arbeiterklasse nngehener zugenommenhat; man blicke aus die Einkommensteuer, welche nach Ansicht des ehren-werten Mitglieds von Dover nur vom Kapitalisten gezahlt wird! Washält er von der Stenerrubrit v? Was findet sich auch da für eine Zu-nahme! Halten Sie die ^umme der Erbschaftssteuer und die darin sich