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Geld wir haben, nmsomehr Regenschirme und Pianinos iverden ivirhaben, — das ist das Raisonnement meines ehrenwerten Freundes. Heiter-keit!! Es ist sehr merkwürdig, welche Aufregung die Einfuhr und dieWechselkurse errege». Wenn das ehrenwerte Mitglied für Tover überJapan spricht, so dars ich ihn srngen, warnni uuterbietet uns ^apan?Ist es wegen des tiefen Silberpreises oder ivegeu des hohen (Goldpreises?Allein, sondern iveil in Japan die Leute elf stunden im Tag, sieben Tagein der Woche und für fast nominelle Löhne arbeiten. Da wird der Bime-tallismns kaum helfen; denn seinethalben werden die Japaner sich niclsi ans6 Arbeitstage in der Woche zu je 8 Stunden beschränken. Der Wett-bewerb, unter dem Nur leiden, entstammt Ländern, wo die Lölpie niedrigsind und die Arbeitszeit laug ist. Uud weun heute England sür seineAussuhr weniger als früher erhält, so liegt der I^rnud dasür nicht darin,das? die Menge der Fabrikate soudern darin, daß der Wert derselben nb^genommen hat.
ferner wird behauptet, daß die Silberläuder einen Porspruugin ihren Geschäften mit anderen Silbcrländeru habcu. Aber es bleibt dochauffallend, das? die Ausfuhr Indiens nach Ländern mit Goldwährungweit größer ist, als nach solchen mit Silberwährnng. Ebenso ist eseine merkwürdige Thatsnche, die alle bimetallistischen Theorien widerlegt,daß der Proportionelle Znwachs unseres Handels nach den Silberläuder»-weit größer war, als nach Ländern mit Goldwährung (hört! hört!). Ichentnehme dein Eeonomist vom 31. August 1895, daß von der (Gesamt-Annahme unseres Handels im Jahre 1873 14dagegen im Jahre 189522 "/» ans die Länder mit Silberwähruug entfielen.
Was Indien betrifft, so muß ich eine Waruuug aussprechen, diedas Haus beachten sollte. Unsere Gegner behaupten, daß der gegenwärtigeWäl,ruugszustaud, obgleich er vielleicht für die indische Regierung ungünstigist, Doch für die dortige Industrie güustig sei, aus die er wie ein Reiz-mittel wirke. Welche Wirkung wird es uuu in Indien ausüben, wenndieses Hans in Bezug ans die Währung Gesetze mit der Motivierungmacht, dadurch sollen jene Industrien Iudieus niedergedrückt werden. Manwürde, wie es ein Bericht der Königlichen Kommission ausdrücklich sagt,die Iudicr zu dem Glauben veranlassen, daß die Aendernng der Währungein Angriff auf ihre Industrie sei, uud dies müßte dort sehr großesMißvergnügen erzeugen (hört! hört!).
Roch will ich ein Wort über eine der wichtigsten Seiten dieser«N'age, über die Frage der Lohngestaltnug beifügen. Die Bimetallistensagen, höhere Preise würden auch höhere Löhne im Gesolge haben.Das ist nicht wahr. Zn der Zeit, da nur die höchsten Preise hatten,waren die Löhne viel niedriger als jetzt. Die Löhne sind jetzt höherr>ls vor 25 Jahren, nnd ihre Kanstrast ist mindestens 5V"/» größer.Diejenigen, die vor allen von den niederen Preisen Nutzen zogen, sinddie arbeitenden Klassen dieses Landes, nnd sie wissen es auch. tLbssi's!)Man spricht von der großen wachsenden Einsnhr: nnd diese Einsnhr trägtzur Berbillignng der Lebenshaltung der arbeitende» -Vossen bei. Thee,Zucker, Tabak werden von Jahr zn Jahr niehr eingeführt! Und da sprichtman vom Elcud im Lande! Betrachten Sie doch die Steigerung derZolteiuuahmen, betrachten Sie die Lage der Arbeiter, ihre Rayrung, ihreKleidnng; vergleiche» Sie dies mit dcu Erinnernngen aus den TagenDer hohen Preise. (Hört!)