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wirtschaftlicher Faktoren finden werden, wie im vorigen Jahre.Was diese Leute nicht schaffen konnten bei der tiefen wirtschaft-lichen Depression der drei Jahre vor der Wahl, das werden sienie schaffen können. Das amerikanische Volk hat die Versuchungvon sich gewiesen gerade in dem Augenblick, wo sie besonders ver-führerisch hervortrat.
Zum Schluß sei noch bemerkt, daß das Land, obgleich imBesitze der Goldwährung, doch ein höchst unvollkommenes Geldsystemhat. Anstatt die Goldwährung möglichst zu befestigen, hat derKongreß mit jedem Schritte, den er auf diesem Gebiet gethan,seitdem der Golddollar 1873 adoptiert wurde, — ausgenommendie Wiederaufnahme der Goldzahlungen des Jahres 1879 unddie Aufhebung der Shermanakte des Jahres 1893 — augenschein-lich das Bestreben gehabt, an diesem festen Fundament wieder zurütteln. Anstatt es aller Welt kund zu machen: wir haben dieGoldwährung und beharreu dabei für alle Zeit, läßt sich dieGesetzgebung auf allerlei gewagte Experimente ein. Noten werdenin Gold eingelöst, um wieder emittiert, anstatt vernichtet zu werden;den Banken wird ein kostspieliges, unzweckmäßiges Emissionssystemohne jede Elastizität aufgezwungen; Silber wird nach Hundertenvon Millionen eingekauft und aufgespeichert; die Verkehrsadernwerdeu mit Silberuoten und sonstigem Papiergelde überfüllt, unddas Gold findet naturgemäß seinen Weg ins Ausland. Vor einemsolchen Bilde kommt einem der treffende Spruch des Prof. JamesBryce in seinem ^^.msrioan (Zoinmoll^saltli^ nnwillkürlich inden Sinn: „Amerika hat das herrliche Privilegium der Jugend,das Privilegium, Fehler zu machen, ohne an deren Folgen leidenzu müssen."