nicht zu bezweifeln, daß er in Übereinstimmung mit demgrößeren Teile der Führer der Revolution ein begeisterterAnhänger Rousseaus war. Chsron de Villers, der inseiner Biographie Charlotte Cordays bei der Episode„Adam Lux " länger verweilt, als die anderen Geschichts-schreiber, nennt ihu ,,un x>äls rsvsur g,Usmg.ncl st, rnipdilosopds ä'ondrs üdiir". Die hergebrachten Formeln sindimmer wohlfeil anzuwenden, wo es sich um das Fremdehandelt. Wenn der Mann, der am Schlüsse seines Testamentswünscht, daß man ihm zur Grabschrift setze: „Li-Mt, unclizc-ipls 6e ^sav. ^a^rres" ein Träumer war, so tragengewiß die Werke Kants nicht Schuld darau; und wennder Landwirt, der Vater von zwei reizenden Kindern, esbei seinem Leben in sreier Luft fertig brachte, bleich zusein, so muß die Gewohuheit des Nachdenkens allerdingssehr schädlich auf die Gesundheit einwirken. Für den großenHaufen ist die deutsche Philosophie eine Art metaphysischenRomans, den Hosfmannschen-) nahe verwandt. In Wahr-heit läuft uichts den Fähigkeiten eines Träumers so schnur-gerade zuwider, wie jene analytische Arbeit, die den Kernder Untersuchungen Kants uud seiner Nachfolger ansmacht.Man könnte jede Wette eingehen, daß dieselben Leute, welchevon diesem vermeintlichen Mystizismus mit Verachtungreden, ihrerseits mit mehr oder minder unklaren Ideenüber ihr Wesen und Werden angefüllt find, indeß dieanalytische Beweisführung sich in den denkbar selbstlosestenForschungen bei Brot und Wasser ergeht. Kein Irrtum istgröber als der, die angestrengte Arbeit der Abstraktion mitdem freien Spiel der Phantasie zu verwechseln. DemselbenGenie, welchem Kants Kritik und Hegels Phänomenv-
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