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Man kam überein, den Beschluß der Versammlungdurch eine Abordnung von drei Mitgliedern nach Paris gelangen zu lassen, nnd Lux oerdankte es seiner her-vorragenden Kenntnis der französischen Sprache, daß ersich unter den Erwählten befand. Seine Genossen warender berühmte Georg Forster und ein Kaufmann NamensPotocki, Am 29. März trafen sie in Paris ein und er-schienen am folgenden Tage behufs Uebcrreichung desDekrets vor dem Konvent, welcher den Beschluß feierlichentgegennahm und die Einverleibung sanktionierte.
III.
Von diesem Zeitpunkt an bis zum 24. Juli, demTage seiner Verhaftung, können wir sein Leben nunmehran der Hand der Angaben verfolgen, die von ihm selbstherrühren, und welche ich in den Akten seines Prozessesvollständig erhalten aufgefunden habe. Unter diesenDokumenten sind die am weitesten zurückreichenden einigeBriefe, an seine Fran und an zwei Landsleute gerichtet. Siesind in deutscher Sprache, mit einer klaren, ruhigen Haudgeschrieben. Mittlerweile war die Verbindung zwischenParis und Mainz längst abgeschnitten worden, die Preußenhatten die Stadt eingenommen und am 22. Juli, geradezwei Tage vor Lux's Verhaftung, ihren Einzug daselbst ge-halten. Möglich, daß Lux aus diesem Grunde seine Briefenicht absenden konnte' doch da sie von seinem Vorhabendes Selbstmordes handeln, so ist es ungleich wahrschein-licher, daß er sie erst nach seinem Tode ausfinden und auihre Adresse befördern lassen wollte.
Die Briefe, drei an der Zahl, sind sämtlich vom7. Juni datiert. Louis Blanc hat sich gleich anderenGeschichtsschreibern durch die Legende irreleiten lassen, wenn