Druckschrift 
2 (1894) Charakteristiken
Entstehung
Seite
55
Einzelbild herunterladen
 

55

wenigstens war sie schon 1869 so krank, daß man an ihremAufkommen verzweifelte, und ich habe seitdem nichts mehrvon ihr gehört.

Alles was über die Zeit vor der Präsidentschaft vonbiographischer Litteratur über den Sohn der KöniginHortense existiert, ist äußerst lückenhaft und hat wenigauthentischen Wert. Die einen holten sich ihre Eingebungenans den Tuilerieu, die anderen brauten feindlichen Klatschzusammen. Von der ganzen Jugendgeschichte ist so gutwie nichts in die Oeffentlichkeit gekommen, und mit demEinblick in die Entwicklung fehlt der wahre Schlüssel zumCharakter. Zerstreute Augabeu finden sich in Chateaubriand«Nsilloirsg ä'vutrs tovabs," und in diesen jedenfalls un-befangene. Dagegen ist schon das, was in VsronsUs-inoii-ss 6'rw dorirZsois äs ?ari8" vorkommt, unzuverlässig,denn die Aktenstücke wurden dem Verfasser von Mocqnard,dem Geheimsekretär und Lxiriws Fs-miliaiis des Kaisers,geliefert. Zu gebrauchen, aber mit Vorsicht, ist die Schriftdes ehemaligen Unterlieutenants Laich über den Putschvon Straßburg (1837), welche dem Verfasser eine Verur-teiluug durch den Pairshof eintrug; iu gleicher Weise dieMemoiren von Mademoiselle Cochelet über die KöniginHortense nnd PersignvsRslg-dioll cls 1'^ntrspi8« är>xrinok UkpolsoQ" (1837). Paul Lacroix , der BibliophileJacob , hat 1853 eine ,,Hi8koirs ÄQsc<Zotic^us äs I^sg,-polson III" veröffentlicht, die vermutlich auch Eingebungenvon oben empfangen hat und nicht viel Wichtiges enthält.Taxile Delords Werk über das zweite Kaiserreich, vom ent-gegengesetzten Standpunkt geschrieben, und eine ältereLiswirs 6u ssoonck srnzzirs" von Fulgence Girard bietenüber die kaiserliche Vorgeschichte nichts Erhebliches. King-lakes bekanntes und pikantes Buch über den Krimkrieg,auch kein Evangelium,, leistet in diesen: Punkte nicht mehr.