- 35 —
Beruf, und vielleicht ist bei Sedau ausgetilgt worden,was nach Leipzig und Waterloo zurückgeblieben war.-)
Von Anfang bis zu Ende hat das Verhängnis denihm Verfallenen ganz korrekt überall hin verfolgt in Gestaltseiner ersten Gewaltftreiche^ Er konnte keine Freiheitgeben, weil auch nach zwanzig Jahren seine und des LandesOhren noch nicht die offene Kritik jener Anfänge und dieder dabei beteiligten Personen vertrugen. Ist es erlaubtnachzurechnen, wie viel der Einzelne auf die Verkettung der Be-gebenheiten einzuwirken vermocht hat, so kann man wohl sagen,daß Thiers und die Leute, welche nach langem Harrenan des Kaisers Stelle gekommen sind, einen Teil ihresErfolges jenem Henri Rochefort verdanken, den sie jetztnach Neu-Caledonien schicken. Seine „Laterne" und dasBuch von Thenot über den Staatsstreich haben vielleichtam meisten dazu beigetragen, daß Napoleon in dem Ver-such sich einschüchtern ließ, mit freierem Regiment zu wirt-schaften, in dem er nur von dem schwachen Ollivier undzweideutigen Orleanisten sekundiert wurde. Hätte er dreibis vier Jahre lang ausgehalten, daß das öffentliche Gehöram Durchhecheln seines alten Sündenregisters sich ab-stumpfte, so war vielleicht — freilich nur vielleicht — seineHerrschaft bei freier Diskussion nicht länger unmöglich.Aber die Camarilla fand dabei nicht ihre Rechnung undhatte keinen Glauben an eine solche Möglichkeit. Siemachte den schwachen Friedens-Ollivier zum Narren unddrängte den Kaiser in den Krieg, von dem seit langen,langen Jahren mit stiller Brunst das Geflüster umgegangenwar. Unzählige Mal war einem zugebracht worden, daßbereits alle Offiziere ihre Kamvagnevserde gekauft hätten.
*) Aber doch jetzt, 18S3, im Theater und in der Litteratur aber-mals eine Auferstehung erlebt.