thaten zu erweisen, oa faßte er den Gegenstand mit derganzen Wärme seines Gerechtigkeitsgefühls, da hielt ervielleicht die heftigste Rede, die ich je von ihm gehört habe,die Rede über den Petrolenmzoll, dem er vorwarf, dasLicht der Arbeiter zu besteuern. Von dieser Seite ergrissihn auch in ökonomischen Fragen das Feuer, wurde er ganzder Anschauung gewonnen, die im freien Verkehr allein denwahren Weg der Volksernährung sieht, lind davon weiter-gehend bemerkte er mit seinem scharfen Blick sofort, welchesder Kernpunkt in dem Umschwuuge der iuueru Politik desDeutscheu Reiches seit 1879 geworden war. Da sprach erdas charakteristische Wort' „Wir haben jetzt eine aristo-kratische Politik." Diese Teudeuz der „aristokratischenPolitik," die wir iu den ucuen Gesetzen sich immer mehrentsalten und entlarven sehen, griff er mit dem ihm eigeu-tümlicheu Scharfblick heraus aus den noch unfertigen Ent-würfen, uud er traf damit so sehr das Richtige, das; dasWort an der Stelle, wohin es gesandt war, den höchstenUnwillen erregte? dmu ein guter Taktiker weiß sehr wohl,daß man an der schwächsten Stelle auch die stärksten Kanonenaufführen muß, und deshalb erregte das Wort von derneuen aristokratischen Politik, welche 1879 inangnriert war,auch die höchste Indignation.
Im übrigen war er vielleicht von allen denen, welchedie neueste Zeit entsernt hatte von dem mächtigen Staats-manns der Deutschlands Geschicke leitet, derjenige, welcheram meisten mit gewissen herrschenden Zügen seiner neuernPolitik sympathisierte. Er war es, der ihm eigentlich zu demverholsen hatte, was ihm am meisten Macht gab, seineinnere Politik in den letzten Zahren durchzusetzen: ohneLaster wäre wohl die Eisenbahnverstaatlichung nicht durch-gesetzt worden. Sein Einfluß war es, der im Abgeordneten-Hause in seiner Fraktion die Eisenbahnverstaatlichung vor-