wohlverdienten Unsterblichkeit ging er dahin. Dann wurdeseine entseelte Hülle zu uns herübergebracht, und einsinniges Geschick fügte es, daß gleichsam drei Genien andieser Liebespflicht sich betheiligten. Das Boot, das ihnhinübertrug, hieß der „Neckar " — es rief damit zurückdie Erinnerung an jenes Land Baden , wo in seinen bestenZeiten niemand so geliebt war wie Lasker, jenes Land,dessen Eintritt in den Bund er verlangte, als das geeinigteDeutschland noch am Main aufhörte, mit dem er durchtausend Fäden zusammenhing, und- das damals dasPrototyp jener Gesiunung war, die man nationalliberalnannte. Dann landete das Boot, das seine Hülle trug,im Hafen der guten Stadt Bremen , einer Stadt, diedurch ihre freie Gesinnung, durch ihren großen Blick insWeite hinaus, durch echte Reichstreue ausgezeichnet ist, diejetzt vielleicht in der großen Mehrheit ihrer Bürger dieselbeParteistcllung hat wie Lasker, und dieselbe Ungnade anhoher Stelle; und endlich empfing ihn hier, um ihn zurewigen Rnhe zu bestatten, die gute Stadt Berlin , derenGedeihen uud rüstiges Emporblühen ebenfalls um ihresFreisinns willen den Zorn des Mächtigen hervorruft, unddie jenen Teil der öffentlichen Meinung repräsentiert, dienicht als seine eigene Partei, aber als nahe verwandte, nachlinks hin, ihm zur Seite steht. Diese drei Parteien,die wir am besten repräsentiert sehen in Baden, in Bremen und in Berlin , zu vereinen, eins zu sehen in demselbenGeiste, in produktiver Kampfgenossenschaft für die Güterder Nation, das war der Traum seines Lebens, der Traum,mit dem er von uns schied. Vielleicht wird es uns ge-geben sein, die Erfüllung dieses Traumes doch noch zuerleben, daß wir sehen können, es war kein eitler Traum!
Und nun, meine Verehrten, nur noch ein Gedankezum Schluß dessen, was sich alles hier zusammendrängt
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