Sklaverei"), endlich das bedeutende Werk: Geschichte derdeutschen Einwanderung in Amerika (1868), arbeitete er in.New-T)ork aus, in den Mußestunden neben der Advokatur,neben schweren öffentlichen Ehrenämtern nnd einer stetsgepflegten heiteren Geselligkeit; dabei seineu sechs Kindernzugleich ein ernster Lehrer uud eiu lustiger Gespiele,Unsere Korrespondenz zwischen New-Iork und Paris wardamals im regen Gang, weil es immer Aufträge zulitterarischen Nachforschuugen für seine Arbeiten gab, welcheinsbesondere durch die notwendige Hineinziehung derLafayetteschen Expeditionen auch auf französische Quellenangewiesen waren.
Im Jahre 1862 kam er zum ersten Male zu vorüber-gehendem Besuch nach Europa und Deutschland zurück.Ich hatte das Glück, in London mit ihm zusammenzu-treffen, wo wir einige Taae alten Erinnerungen nndneuen Hoffnungen widmeten. (1859 hatte er seinen Weck-ruf erschallen lassen.) Dann sah ich ihn wieder in Mainz ,am Tage der französischen Kriegserklärung, als wir intiefster Aufregung der schicksalsschweren Entscheidung ent-gegensahen. Er übernahm die Vermittlung zwischen denhilfreichen Deutschen jenseits des Ozeans und den hilfs-bedürftigen Opfern des Krieges und hat darin wahrhaftGroßes geleistet. Man wollte ihm dafür eine Aus-zeichnung zuteil werden lassen. Er wußte dies jedoch durchrechtzeitige Intervention zn verhindern.
Ueber seine Thätigkeit ini Reichstag, über seinespäteren schriftstellerischen Arbeiten, sein Wirten in zahl-losen gemeinnützigen Angelegenheiten brauche ich nicht, ver-möchte ich auch nicht an dieser Stelle erschöpfend zu be-
*) In zwei Werken: „Die Sklavcnfrage in den amenkanischenStaaten (1854) und „Die Geschichte der Sklaverei (1361).