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2 (1894) Charakteristiken
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vsbaks. Was mich besonders zu meinem Landsmannhinzog, war der Drang, in dem wir uns begegneten ^ denFranzosen eine vernünftige Auffassung von der großenWendung der Dinge in Deutschland beizubringen. Ausder Reihe von Artikeln, welche Hillebrand für das Journalverfaßte, ist das im Jahre 1867 bei Germer Baillisre er-schienene Buch I^s, ?ri,isss conteinporains hervorgegangen.Man konnte damals noch, trotz der Verstimmung, welcheSadowa zurückgelassen hatte, für Preußens Beruf uud fürdie Herstellung des deutschen Einheitsstaates Propagandamachen, ohne in der Gesellschaft minder gut aufgenommenzu werden, die bis zu dem für ihr Ueberlegenheitsgefühlso verhängnisvoll gewordenen Krieg jedem Fremden nichtbloß liebenswürdig, sondern auf allen Wegen fördernd ent-gegenkam. Insbesondere bei der jüngeren linguistischenund historischen Schule, die sich von deutscher Wissenschaftgenährt hatte, fand der Deutsche warme Aufnahme. Seit1863 war Hillebrand Professor der romanischen Litteraturan der Fakultät von Douai . In eben jenem Jahre 1866/welches uns ins Ausland verschlagenen Deutschen die Er-füllung vieler lang gehegten Wünsche versprach und unszur Mitarbeit an der Neugestaltung der heimischen Dingeanspornte, hatte der Professor der alten Literatur die Ge-duld verloren, iu der Provinzialstadt Douai zu sitzen.Während er der Form nach da wohnhaft blieb, siedelte erin Wirklichkeit nach Paris über und fuhr ein oder zweiMal die Woche hiuüber, seinen Studenten die Vorlesungzu halten.

Als ich ihn zum.ersten Male in seinem H^tsl Zaruider rns äss Lg.iQt8-?krss aussuchte, fand ich einen inseinem ganzen äußeren Wescu mit behaglicher und natür-licher Weltmannseleganz auftretenden jungen Mann. Nichtdie leiseste Spur mehr von der Herkunft ans den: zu

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