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2 (1894) Charakteristiken
Entstehung
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belehren, wie sie sich jept gegen die deutsche Invasion zurWehre zu setzen haben. Eine weitere Fortsetzung erschiennicht. Buloz^) unterdrückte etwa drei Viertel des Manuskripts,.Hillebrand hat nachträglich das Material zu einem Buchvon etwa 200' Seiten verarbeitet, welches englisch er-scheinen sollte. Seine Krankheit verhinderte anch dieseAusführung. Er war der Ansicht, für Deutschlaud liegehier zu viel Bekanntes vor. Ich teile dieselbe nicht undmöchte befürworten, daß uns das Buch nicht vorenthaltenwerde. Vorübergehend sei noch bemerkt, daß im Jahre1869 die Revue von ihm bereits eine Besprechung vonBergenroths bekannter Arbeit über das Archiv vonLiiNÄncas und dessen Aufschlüsse über das Schicksal derMutter Karls V. gebracht hatte, einer Arbeit, die seitdemähnlichen Zweifeln begegnet ist wie Hillebrands vino(^ornpaZui, ob mit mehr Recht, vermag ich nicht zu sagen.

Bei Ausbruch des Krieges legte Hillebrand sein Amtnieder und schickte sich an, den französischen Boden zuverlassen. Eben nach dem Eintreffen der ersten Kuude vonden Niederlagen der französischen Armee hatte er denEisenbahnwagen in Lille bestiegen uud war im Begriff,über Calais nach England zu reisen, als ihm im letztenAngenblick einfiel, daß er vergessen hatte, einen nach Darm-stadt adressierten Brief in den Postkasten zu werfen. Arglosreichte er denselben einem Beamten des Bahnhofes zurBeförderung aus dem Wagen. Aber schon nach wenigenMinuten kam ein Trupp Menschen von Polizisten begleitetheran und verlangte stürmisch nach demSpion", dersoeben einen verräterischen Brief an die Preußeu abzu-senden versucht habe. Vergeblich berief sich der von dembenachbarten Douai her auch in Lille Bekannte ans diehöchsten Beamten des Ortes; der immer mehr anwachsende

^1 Der Herausgeber.