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2 (1894) Charakteristiken
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(ZkQwr^ und ?c>rwiZK^, und in allen diesen war Hille -biand ein gern gesehener Gast. Einen besonderen Bandbilden seine .,(^erms.Q tdouZts" «London , Longmann), inwelchen ein Cyklus von sechs Vorlesungen, die er 1879 inderRo^sl sooiet,)-" hielt, gesammelt ist. Auch amerika-nischen Revuen mar er eiu sehr beliebter Mitarbeiter, ins-besondere der ^ortd .^.vasric-ÄQ. Sie brachte u. a. eineArbeit über Herder. Für Frankreich ist noch seiner Mit-arbeiterschast an der Rsvus oriki<^us zu gedenken.

Und da rede ich nicht von seinen ständigen litterarisch-pvlitischen Korrespondenzen sür die angesehensten Wochen-und Tagesblätter Deutschlands und Englands: AugsburgerAllgemeine, Nationalzeitnng, Neue freie Presse , Gegenwart,Times und Pall Mall. Die Tiines hatte ihm 1870 nach seinerAnkunft ans Frankreich ihre Korrespondenz aus Italien über-tragen. Endlich die Vorträge, die er, wie in England , auchhie und da in Deutschland, u. a. in Bremen , gehalten hat.

Am meisten au dieser riesenhaften und vielgestaltigenProduktivität springt deni wenn ich so sagen darf -weltlichen Beschauer die Merkwürdigkeit iu die Augeu, daßsie sich über die vier großen Sprachgebiete erstreckt, in derThat eiu Phänomen, für das ich selbst unter Deutschen kein zweites Beispiel anzuführen wüßte. Die Fähigkeit,vier und sogar mehr Sprachen in der Konversation uud in Briefen zu handhaben, ist allerdings nicht gleich selten,namentlich beim weiblichen Geschlecht. Ich könnte ohneBesinnen an den fünf Fingern Beläge dazu aus meinereigenen Erfahruug beibringen und brauchte ein Beispielnicht weiter zu suchen, als in Hillebrands nächster Nähe.Aber die litterarische Darstellung macht ganz andere An-forderungen, und namentlich wenn sie sich nicht, wie beiFachwissenschaften, auf dem Gebiet der Thatscuhen bewegt,sondern, wie hier der Fall ist, in den Regionen der feinsten