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Handels-, Steuer-, Einkommen-, Bank- und Münzpolitikgewidmet. Den Ausgangspunkt hatten Untersuchungenüber den Stader Zoll geliefert, und eine Reihe von Ar-beiten über die Elbschifffahrt schlössen sich von Berufswegen darau. Im Jahre 1852 gab er eine Übersetzungvon I. Stuart Mills Nationalökonomie heraus, die invierter Auslage 1884 in Wien erschienen ist. Seine wahr-haft epochemachende uud hervorragende Leistung ist be-kanntlich auf deni Gebiete der Währungspolitik zu suchen.Die wissenschaftliche Seite des Bankwesens ist mit dieserso eng verwachsen, daß man sie als selbstverständlich da-mit Hand in Hand gehend und darin einbegriffen an-sehen kann. Hier setzt auch Soetbeers praktischer Einflußauf die vaterländische Gesetzgebung ein. Er hat zwar wederin der Negierung noch in der Volksvertretung aber dochals Bahnbrecher und Führer einen sehr beträchtlichen An-theil an dem großen Werke der deutschen Münzreform zubeanspruchen. Seine vorbereitenden wie seine begleitendenArbeiten haben denen, welche selbst Hand anzulegen hatten,unschätzbare Dienste geleistet. Dabei ist nicht zu vergessen,daß er von Anbeginn des deutschen Handelstages als einnatürlich sehr angesehenes Mitglied der Institution stimm-führend uud rathgebend wirksam gewesen ist. Gerade andiese seine Stellung schließt sich eine Arbeit an, welche inerster Reihe unter denen genannt werden muß, durch welchesich ihr Verfasser seinen Platz unter den Urhebern derdeutschen Müuzverfassung gesichert hat. Im Mai 1369überreichte er den deutschen Regierungen als Anlage zueiner Eingabe des bleibenden Ausschusses des deutschenHandelstages eine
„Denkschrift, betreffend deutsche Münzeinigung auf
Grundlage durchgängiger Dezimaltheilung und durch
Uebergang zur Goldwährung."