wirkungsvollere Gelegenheit wünschen, die Veränderlichkeitallgemeiner Strömungen dieser Art und ihre innere Wert-losigkeit an der Quelle zu studiren.
Ein anderes Moment beherrscht in noch viel höheremMaße und ausgiebiger die Aufmerksamkeit des Erzählenden.Es handelt sich um die Wahrheit über die Zustände imfranzösischen Heere jener Epoche, über dessen Leistungenund Charaktereigenschaften. Bekanntlich hat auch auf fran-zösischer Seite die so lange im Schwung erhaltene Apo-theose der Revolutiousarmee einen gewaltigen Stoß durchdas Buch von Camille Rousset , leg VolvQtairs8 1791—94,erhalten. Dasselbe erschien merkwürdiger Weise grade kurzvor Ausbruch des letzten Krieges. Das Vorwort der erstenAusgabe ist vom März 1870 datirt; seitdem sind noch vierfolgende Auflagen erschienen. Der Verfasser erklärt selbstin schlichten Worten, er habe eine Untersuchung (Iilri^ustö)über die Legende der Freiwilligen jener Revolutionsheeresich zur Ausgabe gemacht, und das Ergebnis sei die voll-ständige Vernichtung dieser Legende. Auch nachdem manChuquet's sieben Bände aufmerksam zu Ende gelesen hat,kann man, wenn man Alles in ein einziges Wort zu-sammenfassen soll, zu keinem anderen Verdikt kommen.Die Glorie eines unbegreiflichen Heldentums, welche dierepublikanisch - nationale Ueberlieferuug den sogenanntenVolontärs ums Haupt gewunden hatte, zerfließt auch unterChuquet's Feder in sehr trübe Nebel. Doch ist der Ge-samteindruck hier viel weniger vernichtend."' Es kommt beiihm neben vielem zu Rousset's Auffassung Stimmenden dochnicht Weniges ans Licht, das besseres Zeugnis giebt. Diebeiden Werke sind eben verschiedener Natur. Rousset hateine Untersuchung angestellt und ist am Schluß derselbenzu einem Antrag auf Vernichtuug gelangt. Es ist dieArbeit eines öffentlichen Anklägers, der voraus weiß, auf