Partei Napoleon's III. hielt sich für vollständig vorbereitet;sie war es auch, nur nicht für diesen Krieg der exaktenFührung, den sie nicht kannte. Sie war sozusagen uichtin einem lÄror raot-i, sondern in einein lZrror juris be-fangen, nnd insofern ist es nicht richtig, wenn die Gegnerdes gefallenen Kaisers ihm nachträglich vorwerfen, denKrieg ohne die pflichtmäßige Vorbereitung angefaugen zuhabeu. Uebrigens hatte nicht er ihn angefangen, sonderner wurde nur durch seine abenteuerliche Umgebung hinein-getrieben, wie das Buch von Jarras abermals lehrt. Auchdarin herrscht ein vollständiger Gegensatz zwischen jenenKriegen der neunziger Jahre und den letzten, daß manAlles im Allem sagen muß: in den Feldzügen der Revo-lution waren die Führer besser als ihr Material, in denender Neuzeit war bei gutem Material die Führung ent-schieden ungenügend.
Erst in dem letzten Abschnitte, bei dem Kampf imHerzen von Frankreich , tauchten die Chanzu und Faidherbeauf, welche von der Methode der neuesten Kriegsführunggenug verstanden. Alle die Berühmtheiten aus der Krimnnd Italien waren ohne Erfahrung und ohne Ahnung derneuesten Kriegskunst und der hochgespannten Ansprüche,welche sie an die oberste Leitung stellt. Die Siege in derKrim waren nur mit unverhältnismäßigen Opfern und inunverhältnismäßig langer Zeit erstritten worden, und dieSiege iu Italien nur so im Ramsch davongetragen. DieBravour hatte das Meiste gethcm. Die allein sollte aberim Kampfe mit der preußischen Heeresleistung nicht mehrgenügen, und weil die französische Routine das nicht ahnte,verließ sie sich auf ihre Präcedenzien. In jedem erstenZusammenstoß zwischen der französischen und preußischenOberleitung wäre es gerade so gegangen, wenn man auch