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einen solchen Ausgang nicht erklären, nnd die Annalen der!»>>»i, Feldzüge iveisen eine Reihe von Waffenthaten auf, die
augenscheinlich und nachweislich stark in die Wendung derDinge mit eingegriffen haben.' Warum hätte sonst amEnde dieses ersten großeil Abschnitts das gesammte Europa ,welches sich am Krieg gegen die Republik beteiligt hatte,mit Ausnahme von England nnd Oesterreich, die Waffengestreckt? Wenn man unbefangen die im Weiteren von un-serem Historiker ausgerollten Blätter jener Geschichte verfolgt,kommt man zu demselben Resultat, das auch er in seinervollendeten Vorurteilslosigkeit sich aneignet, daß nämlichtrotz unendlich vieler Sünden und Thorheiten von oben^ / und von unten, doch in den Massen der französischen Nation
Tapferkeit, Geschicklichkeit und nicht zum Mindesten politischeBegeisterung einen großen Anteil an dem ihr günstigenAusgang der Dinge gehabt haben.
Sogar eine Besonderheit, welche aus der Erfahrungdieser Kriegszüge als die unzweideutigste hingestellt wird,scheint bei näherer Beleuchtung auch uicht unbedingt fest-gehalten werden zu dürfen. Die Erwählung der Offizieredurch die Truppe muthet uns bei unseren heutigen militä-rischen Zuständen, die immer mehr auf eine Präcisivns-maschinerie hinzielen, als eine wunderliche Ausgeburt ab-strakter Gleichheitstheorie an. Aber selbst ein so strengerRichter wie Rousset vermag sie nicht ausnahmslos als un-praktisch hinzustellen. Er erwähnt einzelner Konjunkturen, iudenen dies Verfahren sich bewährte. Gelangt man auchaus seiner, wie nicht minder aus Chuquet's Darstellung,zum Schluß, daß die Wahl der Offiziere im Ganzen nichtsweniger war als ein Weg, um die bestbefähigteu heraus-zufinden, so sind doch die Fälle nicht selten, wo aus derWahl Führer hervorgingen, die später zu großem Ruhm