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2 (1894) Charakteristiken
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Signatur allen künftigen Kriegen aufdrücken zu wollenscheint ob mit dem Ende, daß für Europa's Kulturdaraus das Verhängnis; oder die Erlösung reifen werde- wer vermag es zu sagen? -

Was von allen bereits erwähnten Vorzügen der Dar-stellung und Behandlung die in diesen beiden ersten Bündenenthaltene mit am meisten auszeichnet, ist, daß hier einfranzösischer Historiker einmal, so ausgiebig wie nur irgendmöglich, sich auch auf deutsche Quellen stützt. Keiner derberühmten und vielgelesenen unter ihnen hat es so gethan,keiner konnte nur deutsch lesen, namentlich nicht Thiersoder Louis Blanc; auch Lanfrey hat seine Geschichte Na-poleons geschrieben, ohne ein Wort deutsch zu verstehen.Erst die neuere Generation, welche gründlicher deutsch ge-lernt hat, war im Stande, diese zur Erforschung der Re-volutionsgeschichte unerläßliche Bedingung zu erfüllen. Sorelund Chuquet sind die ersten, welche dieser Aufgabe ge-wachsen waren und den besten Gebrauch davon gemachthaben. Zwar deutsche Archive standen Chuquet nicht zuGebot, aber dafür hatten unsere Bearbeiter jener Zeit die-selben gründlich ausgenützt, und der französische Historikerkonnte sich ihrer Forschungen bedienen, indem er von seinerSeite aus französischen Archiven das ergänzende Materialreichlich herbeiholte. In der Vorrede zum ersten Bandeführt er die namhaftesten seiner deutschen Autoritäten an,vor Allem die größeren Werke von Subel, Häusser, Ranke,eine Reihe von Memoiren und Monographien aus derZeit, und in den am Fuße der Seiten fortlaufenden Noteustoßen wir immer wieder auf die erfreuliche Fülle auchdeutscher, weniger bekannter Schriften, die der Spürsinndes Sammlers aufgetrieben hat. Eine der meist benütztenQuellen ist, wie schou Eingangs erwähnt, für diesen Ab-schnitt Goethe's Tagebuch aus der Campagne in Frank-