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Kritikers, welcher aus dem starken Bande Sorel's vorzugs-weise diese Bestandteile wiedergiebt. Dieselbe Probe bestehter auf einem Gebiete, welches ihn der stärksten Versuchungnach der entgegengesetzten Richtung hin aussetzen mochte.Dem großen, bis jetzt siebenbändigen Werke ging einErstlingswerk in einein Bande voraus, welches dem GeneralChanzy, dem heldenmütigen Führer der Loirearmee imletzten Verzweiflungskampf gegen die damals unbestreitbarvorhandene Uebermacht der Deutschen, gewidmet ist. DieAnregung zur Arbeit entsprang wohl zumeist der Lands-mannschaft. Chuquet ist wie Chanzy ein Kind des Ardenner-landes, und sein Sinn für Kriegsgeschichten führte ihnauf die Spuren der Heldengestalt, in welcher er den Rettervon Frankreichs militärischer Ehre und den Sprößling derheimischen Berge verherrlichen konnte. Diesem Zweck istdas Buch geweiht"), und die Kraftanstrengnng ist darnach be-messen. Es beansprucht, sicher auch im Geiste des Autors,nicht, seiueu späteren größeren Arbeiten an die Seite gesetztzu werden. Es ist weder mit der Fülle von Materialnoch mit der Vielseitigkeit ausgebaut, wie die Geschichtedes Revolutionskrieges. Aber es ist schon frisch, lebendig,umsicküig behandelt und mit dem Erfolg, daß es eine an-ziehende und befriedigende Lektüre 'abgiebt. Obwohl esvom Hauch patriotischer Gefühle eingegeben und erwärmtist, sozusagen eine Zuflucht für den gedrückten Geist derBesiegten; obwohl es in seinem Helden den Typus deszornentbrannten Widerstandes gegen den eindringendenFeind zu glorifizieren sich zur Aufgabe macht, wird man— und dies ist gewiß bezeichnend — kein ungerechtesWort gegen diesen Feind in der Darstellung finden. Esdürfte nnter allen Franzosen, die für die Öffentlichkeit
Dic Widmung lnutcN „Meinen ardennischcn Landsleuten."