Hie Ncichsbank vom Kriegsende bis zur Stabilisierung der Mark -1!>23)
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Abrechnungsteilnehmern Platzübertragungen zwischen den Mitgliedern nichtmehr durch Einzelreichsbankgiroüberweisungen vollzogen, sondern durch Aus-tausch von Eilavisen, deren Verbuchung alsdann jeweils nur einmal am Tagedurch Einreichuug eines roten Schecks in den Büchern der Reichsbank vor-genommen wird.
An Orten, wo die Errichtung einer Abrechnungsstelle im Sinne desScheckgesetzes nicht in Frage kam, empfahl die Reichsbank ihren Zweiganstalten,die Geldinstitute zur Errichtung privater Abrechnungsstellen ohne unmittelbareMitwirkung der Reichsbank als Abrechnungsmitglied aufzufordern und sagtefür diese Stellen ihre weitgehende Unterstützung zu. Die Unterstützung bestandnicht nur in der Überlassung von geeigneten Räumen, sofern solche zur Ver-fügung standen, sondern vor allem auch in der Bereitstellung der Reichsbank-einrichtungen für den bargeldlosen Zahlungsausgleich der sich aus der Ab-rechnung ergebenden Spitzen. Die erste Abrechnungsstelle dieser Art wurde inMünster errichtet; nach ihrem Vorbild sind in der Folge in verschiedenen deutschenStädten weitere private Abrechnungsstellen ins Leben gerufen worden.
Die für die Entwicklung des Abrechnungsverkehrs in den Nachkriegs-jahren besonders kennzeichnende Stückzahl der Einlieferungen betrug:
1918 11,9 Millionen
1919 16,7
1920 22,5
1921 27,4
1922 38,6
1923 48,2
Sie hat sich also mehr als vervierfacht. An Teilnehmern (einschließlich derbeteiligten Reichsbankanstalten) waren vorhanden:
1918 348
1919 396
1920 464
1921 490
1922 546
1923 599
Eine Übersicht über die Gestaltung der Umsätze des Abrechnungsverkehrs seitErrichtung der Abrechnungsstellen findet sich auf Tabelle 30.