Die
fremden Gelder,der Giroverkehr
Die Bewegungen der täglich fälligen Gelder verliefen im großen undganzen ähnlich den Bewegungen der Kapitalanlage und wurden in der Haupt-sache durch die Diskontierung der Reichsschatzanweisungen bestimmt. Wiesich die Giroguthaben in den Jahren 1919 bis 1923 unter Verteilung auf öffent-liche und private Guthaben entwickelt haben, ist aus Tabelle 24 zu ersehen.
Von Interesse ist ferner ein Vergleich der Gesamtjahresschlußziffern derfremden Gelder mit den Ziffern des Banknotenumlaufs. Es betrug:
l. Der Notenumlauf
o, h, in Prozentendes Notenum-2. Der Bestand an Eiroguthaben lauss ausgedrückt
31. Dez. 1918„ „ 1919„ „ 1920„ „ 1921„ „ 192215. Nov. 1923
22 Milliarden Mark3669114128093 Trillionen
13 Milliarden Mark 59°/»
17 „ „ 47°/.
22 „ „ 32"/»
33 „ „ 29"/°
530 „ „ 41°/°
129 Trillionen .. 139°/°
Aus der Gegenüberstellung ergibt sich, daß sich das Verhältnis derfremden Gelder zu den Noten in den Jahren 1918 bis 1921 stark zu Ungunstender Giroguthaben verschoben hat, während in den beiden letzten Jnflationsjahreneine entgegengesetzte Entwicklung sich zeigte. Die besonders auffällige Ver-schiebung im letzten Jahre erklärt sich daraus, daß der Notenumlauf der Reichs-bank Ende 1922 fast allein den Bedarf an baren Zahlungsmitteln bestritt, währendam 15. November 1923 neben 93 Trillionen Mark an Reichsbanknoten noch mehrals das Sechs- bis Siebenfache an anderen Zahlungsmitteln (kleine Stücke derReichsgoldanleihe, wertbeständiges und nicht wertbeständiges Notgeld) imVerkehr war.
Die Stückzahl der Girobuchungen, die sür die Beurteilung der von derReichsbank geleisteten Arbeit von größerem Werte ist als die Ziffern der durchAddition völlig ungleichwertiger Papiermarkbeträge errechneten Giroumsätze,
betrug:
1913
1918
1919*)
1920*)
1921*)
1922
1923
26,5 Millionen Stück33,437,042,945,658,379,6
*) Ohne die 3 Bankanstalten in Elsaß-Lothringen, für die nur unvollständige Angaben gemachtwerden konnten.