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ist. Es ist offenbar irgend ein Mangel in jener Beweisführung, diemein ehrenwerther Freund für so vollständig hält, und welches derFehler ist, werden wir vielleicht entdecken, wenn wir auf den analogenFall blicken, auf den ich mich so oft bezogen habe.
Sir, gerade vor dreihundert Jahren traten grosse religiöse Ver-änderungen in England ein. Viel wurde, in jenem forschenden undneuernden Zeitalter, über die Frage gesprochen und geschrieben,ob Christen einer religiösen Verpflichtung unterlägen, Einen Tag inder Woche von der Arbeit zu ruhen, und es ist wohlbekannt, dassdie Hauptreformer, sowohl hier, als auf dem Festland, das Vor-handensein irgend einer solchen Verpflichtung in Abrede stellten.Angenommen denn, im Jahre 154.6 hätte das Parlament ein Gesetzgemacht, dass fernerhin kein Unterschied zwischen dem Sonntag undjedem anderen Tage bestehen solle. Nun, Sir, wenn unsere Gegnerconsequent sein wollen, so müssen sie annehmen, dass ein solchesGesetz den Reichthum des Landes und den Lohn des Arbeiters un-ermesslich vergrössert haben würde. Was für eine Wirkung müsste,wenn ihre Principien richtig waren, der Zusatz eines Sechstheils zuder Arbeitszeit hervorgebracht haben! Welche Vermehrung der Pro-duction! Welches Steigen der Löhne! Wie gänzlich ausser Standemüsste der fremde Gewerbtreibende, der noch immer seine Fest-und Ruhetage hatte, sich befunden haben, eine Mitbewerbung miteinem Volke zu bestehen, bei dem vom Morgen bis zur Nacht andreihundertundfünfundsechszig Tagen des Jahres die Läden offen,die Märkte gedrängt, die Spaten und Aexte und Hobel und Kellenund Ambosse und Webstühle beschäftigt waren! Die Sonntage vondreihundert Jahren betragen fünfzig Jahre unserer Arbeitstage.Wir wissen, was der Fleiss von fünfzig Jahren verrichten kann.Wir wissen, welche Wunder der Fleiss der letzten fünfzig Jahre be-wirkt hat. Die Gründe meines ehrenwerthen Freundes führen unsunwiderstehlich zu dem Schlüsse, dass, wenn, während der letztendrei Jahrhunderte, der Sonntag nicht als ein Ruhetag behandeltworden wäre, wir ein weit reicheres, ein weit höher civilisirtes Volksein würden, als Avir jetzt sind, und dass insbesondere die arbeitendeGlasse Aveit besser daran geAvesen sein Avürde, als gegenAvärtig.Aber glaubt er, glaubt irgend ein Mitglied des Hauses im Ernste,dass das der Fall geAvesen sein Avürde? Ich für meinen Theil habenicht den geringsten Zweifel, dass, AA'enn Avir und unsere Vorfahren,Avährend der letzten drei Jahrhunderte, an den Sonntagen geradeebenso stark gearbeitet hätten, wie an den Wochentagen, Avir indiesem Augenblicke ein ärmeres Volk und ein Aveniger civilisirtesVolk sein Avürden, als Avir sind, dass Aveniger Production stattge-funden haben Avüirde, als stattgefunden hat, dass die Löhne desArbeiters niedriger geAvesen sein Avürden, als sie sind, und dassirgend eine andere Nation jetzt BaumAvollenstoffe und Schaafwollen-stoffe und MesserschmiedAverk für die ganze Welt machen Avürde.