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Jahre 1534", heißt es z. B., „habe Hittorp den Hieronymus Froben auf der Messe gesprochen und gefragt, was er zur Messe wolle druckenund ausgehen lassen, worauf derselbe geantwortet, er gedenke densexlinrll» zu drucken. Auf Hittorps Erwiderung: seine Exemplare seienauch verkauft und er sei gleichfalls gewillt, dieses Werk wieder zu drucken,habe jener, ohne eines Privilegiums zu gedenken, bemerkt: «In GottesNamen, Ihr mögt drucken lassen, was Ihr wollt.»" Au anderer Stelleversichert Hittorp, „Froben habe viele Nahrung von ihm gehabt undgroße Summen Geld erhalten". Da Hittorp weder bei dem ältern,noch bei dem jüngern Froben, soweit es aus den vorhandenen Druck-denkmälern ersichtlich, irgend etwas hat drucken lassen, so dentet dies gleich-zeitig auch auf einen regen Sortimentshandel mit andern Büchern hin,der aber bei jenen schon erwähnten Kommanditen nicht von vornhereinbeabsichtigt gewesen war. Geachtet und geehrt lebte Hittorp noch imJahre 1565. Mit dem Schlüsse des Jahres 1539 scheint er sich jedochvom Buchhandel zurückgezogen zu haben; wenigstens findet sich nach dieserZeit kein Verlagswerk Mehr von ihm.
Eine zweite kölner Buchhändlergröße des 16. Jahrhunderts war FranzBirckmann, gebürtig aus Gimbeck bci Venlo : der Begründtr einer Buch-händlerfamilie, welche nahezu an 200 Jahre mit dem rühmlichst be-kannten Signet „in xillZui gs-Uina," bestanden und der noch heute„Unter Fettenhennen" genannten Straße den Namen gegeben hat. DieseStraße hatte bis Ende des 17. Jahrhunderts für die kölner Druckerund Verleger etwa dieselbe Bedeutung, welche die Buchgasse in Frank-furt für den dortigen buchhändlerischen Verkehr besaß.
Die älteste Abbildung dieses Signets erblickt man auf einem 1517von Wolfgang Hopyl in Paris für Franz Birckmann gedruckten nied-lichen Sedezbändchen, dem „Hortulus ^nimas". Das BirckmannscheGeschäft befand sich in Nr. 7 der genannten Straße.
Der Kanonikus Ludwig von Büllingen von Cornely Münster, geboren1771 auf dem Rittersitz Rath bei Kempen und gestorben 26. Juni 1848in Köln , welchem diese Stadt eine äußerst wertvolle Druckergeschichte invier handschriftlichen, im städtischen Archiv aufbewahrten Bänden: ,,^n-vslss I^ogi-Aplüei (üivitatis Lolonisrisis" verdankt, dieser sorgfältige,wenn auch wenig kritische Forscher, gibt in seinem Verzeichnis das Jahr150? als den Anfang der Thätigkeit Franz Birckmanns an; in diesem