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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Augsburg: Kleinere Drucker. Hans Schönsperger.

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auf dem Konzil versammelten vornehmen Männer der ganzen Christen-heit, während 44 weitere Holzschnitte die Aufzüge, Feste und Begebnissedes Konzils nach Zeichnungen eines Augenzeugen darstellen. Neben demVerdienst, in seinen Erzeugnissen besonders den Formschnitt gepflegt zuhaben, hat Anton Sorg auch das, 1477 und 1480 zwei deutsche Bibeln,die siebeute und achte in der Reihe aller überhaupt veröffentlichten, ge-druckt zu haben. Anch ist von ihm ein Verlagsverzcichnis in deutscherSprache bekannt, das in Form und Ausdruck ganz den früher erwähntenMentels in Straßburg und des Klosters St. Ulrich und Afra in Augs-burg gleichkommt; durch die Zahl der darin verzeichneten Werke (35)übertrifft es jedoch alle andern. Das interessante Druckdenkmal befindetsich in der öffentlichen Bibliothek zu Augsburg. ^

Es folgte nun eine Anzahl Buchdrucker, welche nur eine geringereThätigkeit entfalteten: Jodocus Pflanzmann, von dem die dritte deutsche Bibel herrührt; Johann Wiener von Wien , 1475 bis 1479, von demes nicht gewiß ist, ob er mit Johannes de Vienna, der 1476 in Vi-cenza eine Offizin hatte, identisch ist; ferner Johann Keller, 1478; Am-brosius Keller, 1479; Johann Blaubirer, 1481; Hermann Kästlin, 1481bis 1488. Diese alle überragte jedoch Hans Schönsperger der Ältere, von1481 bis 1524, der sich während seiner vicrundvierzigjährigen Thätigkeitein unvergängliches Denkmal gesichert hat durch Druckerzeugnisse, welchemit vortrefflicher Ausstattung den reichsten vielleicht je aus einer Pressehervorgegangencn Holzschnittschmuck verbinden. Besonders ragen dar-unter hervor zwei deutsche Bibeln von 1487 und 1490 (die elfte undzwölfte in der Reihe aller) mit schönen Holzschnitten, das Neue Testa-ment von 1523 nach Luthers Übersetzung, mit Holzschnitten von JohannSchäufelein und mit den Charakteren desTheuerdank " gedruckt, be-sonders aber dieses berühmte Werk selbst, ein in seiner typographischenAusführung unübertroffenes Meisterwerk, das nicht weniger durch seineprachtvollen Holzschnitte von Schäufelein, Burgkmair und Dienecker be-rühmt ist. Die erste Ausgabe dieses Prachtwerks, das die Brautfahrtund Abenteuer Maximilians zum Gegenstand hat und nach Aufzeich-nungen des Kaisers von Melchior Pfinzing dichterisch bearbeitet wurde,ist von Johann Schönsperger im Jahre 1517 zu Nürnberg gedrucktworden. Er wurde nämlich vom Kaiser zur Herstellung des Werksdahin beschieden, um es unter den Augen des Dichters und der betreffen-

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