Kapitel.)
Witteubera: Kcorg Rhaw. Hnns Lusft,
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Die Thätigkeit der Buchdrucker und Buchhändler in
ist so fest init den durch die Reformation hervorgerufenen Bewegungenverknüpft, daß in diesem Kapitel ein kurzer Überblick genügt. Als ersterBuchdrucker erscheint, 1509 bis 1522, Johann Gruncnberg. SeineDruckerei befand sich in dem Augustinerkloster, in welchem ja auch Luther lebte. Es ist daher leicht erklärlich, daß er desseu erste Schriften unddie seiner Freunde druckte. Ihm folgte Melchior Lotter , 1519 bis 1524,von dem im siebenten Kapitel ausführlicher die Rede sein wird. Daßauch Nickel Schirletttz, 1521 bis 1546, der reformatorischen Sache diente,ist selbstverständlich. Eine interessante Erscheinung ist Georg Rhaw , derebenfalls 1521 in Wittenbcrg zu drucken begann. Geboren 1488, warer zuerst Kantor an der Thomasschule zu Leipzig , ein vortrefflicher Mu-siker und Mathematiker. Für seine Tüchtigkeit zeugt, daß er viele Jahrehindurch und bis 1547 Mitglied des Rats zu Wittenberg war. Ausseiner Offizin gingen die ersten Ausgaben von Luthers großem undkleinem Katechismus, 1529,. hervor. Ebenso lieferte er, 1531, die besteAusgabe der Augsburgischen Konfession. Außer Schriften Luthers druckteer viel von Melanchthon, dann aber auch von andern Genossen der Rcformatoren. Seine eigenen Schriften waren theologischen, mathematischenund musikalischen Inhalts. Nach seinem am 6. August 1548 erfolgtenTode setzten die Erben das Geschäft in gleichem Sinne bis 1566 fort.
Hans Lufft , geboren 1495, begann seine Thätigkeit nicht, wie meistangenommen, 1524, sondern schon 1523 mit dem Druck einer Schriftdes Johann Fritzhans, der seiner Gesinnung wegen sein Kloster hatte ver-lassen müssen und nach Wittenberg gekommen war: „Johan: Fritzschansan ein Erbarm Ersamen, weyßen radt vnnd ganntze Christliche gemehncder stadt Magdeburg, Gottis wort vnn sein abschiet belangende, mitehner sermon, wie man Gottiö wortt predigen soll."" Von 1524 anwar er als Drucker Lutherscher Schriften, besonders der Bibelübersetzung,sehr thätig. Sein Name ist neben dem Melchior Lotters unzertrennlichmit der Geschichte der Reformation verbunden. Er starb am 2. Sep-tember 1584.
Von andern wittenbergischen Druckern sind, abgesehen von ganz uu-bedeutenden, zu nennen: Hans Weyß, 1.525 bis 1539; Jos. Kluge, 1525