Druckschrift 
Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
Seite
185
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Kapitel.) Ihre Bittschrift an Sixtus IV. 185

Ovpriani Lxistolg-rum volumina 275 (1471)......275

Bibliae eum oxuseulo ^risteae volumina 550 (1471).

2 xg-rtt. zu 275.............. 550

Lilii It^lioi oum. (?Alxlmrnio et Lsioäo vol. 275 (1471) . . 275Lieeronis Ors-tionum oum inveotivis omuibu« in ^.nto-

nium, Vsrrsm, Latilinam st o^eteris volumina 275 (1471) . . 275Oviclii I^asonis Nstmnoiplioseon et. Llegi^rum omnium

vol. 550.

2 partt. zu 275 ...... ........ 550

Nioolai äs I^vra Volumina 1100.

vol. 1, 3, 4, 5 zu 275 ........., . . 1100

(vol. 2 erschien erst nach vol. 5)

Summ». 12475

Die Zahl aller dieser Bände, heiligster Vater, belauft sich, wie DeinWohlwollen ersieht, auf 12475, wenn wir nicht irren: ein gewaltigerund für uns, Deine Drucker, soweit er noch vorhanden ist, unerträg-licher Ballast, wegen jener Notwendigkeit, die wir zu Anfang unsersBriefs erwähnten, denn der bedeutende Aufwand für den Lebensunter-halt kann beim Mangel an Käufern nicht länger von uns getragenwerden. Und für den Mangel an Käufern gibt es kein gewichtigeresZeuguis, als daß unser ziemlich großes Haus voll von Quinternionenist, leer aber von nützlichen Gegenständen. Auf Dir also, gnädigsterVater, der Du so weise und so gelehrt bist, beruht unsere Hoffnung;an Dir ist's, unserm Mangel an Mitteln abzuhelfen, damit wir nichtuntergehen. Gewähre uns von dein erhabenen Throne Deiner Majestätaus Hilfe. Wir sind bereit, nach Deinem gnädigen Ermessen an unsererWare, d. h. von unsern gedruckten Bogen, Dir so viele und zwar die-jenigen zu übergeben, welche Du wünschest. Deine außerordentliche Gütemöge uns eine Anstellung verleihen, von welcher wir uns uud die Unseri-gen ernähren können. Die Kosten, welche wir allein durch die Heraus-gabc der Bände des Nikolaus von Lyra gehabt haben, sind so groß ge-wesen, daß uns zum Leben nichts mehr übrigbleibt. Wenn wir unsereWerke verkaufen könnten, würden wir von Deiner Milde nicht alleinnichts erbitten, sondern vielmehr in der gegenwärtigen Zeit, in welcherDu, wie wir wissen, vieles entbehrst, Dir selbst das Unserige anbieten,und wir werden es thun, sobald uns mit Deiner Unterstützung das Glück