Kapitels
Benennung von Büchern nach dem Einband.
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oder Füllungen aus Metall verbunden, aus der Zeit vom 7. Jahrhundertbis in das frühe Mittelalter stammend und sowohl byzantinischer alsabendländischer Herkunft, befinden sich besonders in 5en Schatzkammernder Dome zu Aachen und Mailand , im Louvre und der National-bibliothek zu Paris, in der Bibliothek zu München , in der Markus-Bibliothek, im British und South Kensington Museum ü. s. w. EineAnzahl der bedeutendsten hat die Arundel Society in Gips abformenlassen.
Metall war zum Befestigen von Elfenbein- oder Emailplatten wieschon als Excipient der Schmelzfarben von nöten, aber auch zum Schutzeder Ecken und Ränder der Holzdeckel, endlich für die Schließen oderKlammern, welche die Deckel des geschlossenen Buchs auf der Schnitt-scite zusammenhielten. (Bücher mit wirklichen Schlössern sind Ausnahmenvon höchster Seltenheit.) Von dem, wie erwähnt, gelegentlich vorkommen-den völligen Überziehen dieser Deckel mit Gold- oder Silberblech odermit anderm vergoldeten Metall kommen meistens die Bezeichnungen:goldenes Buch, — z. B. jenes von Prüm (von 1105)" in der triererStadtbibliothek mit Kupferplatten, in welche figürliche Darstellungen gra-' viert sind, das goldene Buch Venedigs (Register der dortigen Adels-familien) —, „Loäsx aureus" u. s. w>; doch bezieht sich auch manch-mal ein solcher Ausdruck auf die Anwendung von Gold- oder Silber-schrift im Texte, wie bei dem „lüoäex Kursus" von S. Emmeran zu Regensburg in der Bibliothek zu München , dem „Ooäex s-rZen-teus" (einer in Gold und Silber auf Purpurpergament geschriebenenBibelübersetzung des Ulfila , welche aus Werden an der Ruhr im 16. Jahr-hundert nach Prag und von dort im Dreißigjährigen Kriege nach Stock-holm gekommen ist^), vielleicht auch bei dem „?8g,1tsriuin aursunn"zu St. Gallen, dessen ursprünglicher Einband nicht mehr vorhanden ist."Das von Andrea Dandolo , Dogen von Venedig, 1342 bis 1354, an-gelegte >,Weiße Buch" („leider bls-nous"), Urkundensammlung imdortigen Archiv, ferner der „leider viriäis" aus Asti, der „leidernigsr" im Dom zu Breslau, die „ks-iidiarts nvirs" des Martin-klosters zu Tours u. a. tragen den Namen von der Farbe des Einbandes,wieder andere von der Natur des Überzugs, wie der „I^idsr orini-tus" zu Beromünster in der Schweiz und „Die Bärenhaut" zuZwettl in Niederösterreich. 6"