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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
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Kapitel.)

Berlegerverbindunaen in Basel .

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nicht umsonst gearbeitet hat, so liegt es auch in der Natur des Geschäfts,daß Koberger den buchhändlerischen Vertrieb nicht umsonst besorgte. DieParteien und deren Erben machten am 22. Juni 1509 die Schluß-abrechnung; auch in ihr ist von einer Abfindung Schedels und Kobergersnicht die Rede. Attiva und Passiva wurden zu gleichen Raten unter ihnengeteilt, Verfasser und Drucker mußten also damals schon für ihre Mühe-waltung befriedigt gewesen sein. Hätte diese lediglich in einem Honorarund nicht in einem Anteil am Gewinn bestanden, so wäre es durchausüberflüssig gewesen, Alts Verhältnis vvn dem ihrigen zu unterscheiden.Aus der betreffenden Urkunde ergibt sich zwar (s. Anhang unter VII),daß das rohe und ungemalte Exemplar zwei Gulden kostete; indessenfehlen leider die viel wichtigern Einzelheiten über Rabatt uud Kom-mission, sowie über die Anzahl der Exemplare, für welche die verschie-denen Buchhändler in Paris, Lyon, Straßburg, Mailand, Como, Florenz ,Venedig, Augsburg, Leipzig, Prag, Graz , Ofeu u. a. O. noch schuldeten.Die bloße Angabe des Schuldbetrags kann für diese Lücke nicht ent-schädigen, obschon die einfache Aufzählung dieser weit zerstreuten Schuldneran sich die Bedeutung der in weite Ferne greifenden buchhändlcrischenVerbindungen erkennen läßt.

In Basel vereinigten sich schon zu Ende des 15. Jahrhunderts diebcdeuteudcrn Verleger zur gemeinschaftlichen Herausgabe großer und kost-barer Werke. Der Vertrag - bezweckte den Druck auf gemeinschaftlichenGewinn und Verlust und endete mit der Fertigstellung des betreffendenBuchS, dessen Exemplare meistens im Verhältnis der Beteiligung an dieGesellschafter verabfolgt und dann von jedem für sich selbständig ver-trieben wurden. So druckte Johann Froben in Gemeinschaft mit JohannPetri von Langendorf von 1494 bis 1509 sieben größere Folianten,Johann Amerbach in Gemeinschaft mit Johann Froben 1500 drei kleinerein Quart, und derselbe in Gemeinschaft mit Froben und Petri von 1502bis 1512 13 Folianten, fast ausschließlich theologischen Inhalts. DieseGenossenschaften firmierten verschieden, wie z. B. Lasils^s xsr ^c>ha.n-nsin ^.msrliaou, ^oliÄnnsrn ?stri st ^otig,nrwrli ?ro1>eiiiuw, oderössilsa-s xsr UaZistros ^o^g-llnsui ^r^srizÄslnulli, ?stri et IroKsnLollsZAS, oder Oonsnwmg.turli Lasilss-s xsr Nagistros ^otm.nnes^.merb^sdium, ?stri st?roi>sv, oder endlich ^vka-imss ^msrlzacdius,^ong-nnss ?stri st -Ivlikrmss I'ioKsrlins HainsllznrFsrisis, sives Ls,si-