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Buchläden. Räumliche Konzentration derselben. ^Fünftes
der Perkaufsstand der Handschriftenhändler erwähnt; der Schreiber, derihn innehatte, handelte nicht nur mit seiner eigenen Ware, sondern auchals Antiquar mit ältern Werken. Seitdem man Bücher druckte, hattenhier die Drucker ihre eigenen Läden, teils in ihren Häusern, teils beimMünster oder bei der Pfalz." Die Erzeugnisse der deutschen Offizinenaber bezogen sie von der frankfurter Messe; anderes kam aus Italien ,noch anderes aus Paris . Schon 1492 besaß Peter Attendorn einen Buch-laden; Wimphcling neunt ihn um diese Zeit diklioxola,, obgleich eraußerdem sich auch um Aufträge größerer Drucker bemühte. HansGrüninger hatte im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts eine der Münster-buden als Vertaussstand gemietet, während Mathias Hupfuff zwei solcherBuchläden eignete, den einen unter der Treppe der Pfalz, den andernbei dem Münster , welchen er im Jahre 1509 dem bisherigen Inhaber,dem Drucker Barthold Kistler, abkaufte.^ Sein.Geschäftsumfang warbedeutend; oft verkaufte er für große Beträge an die Buchhändler. ImJahre 1516 schuldete ihm z. B. Johann Knoblauch die Summe von1984 Gulden für gelieferte Bücher." Johann Schott dagegen bot ineiner Bude bei der Pfalz seine eigenen Verlagsartikel, aber auch andereBückcr zum Verkauf aus.
Wie sich hier ein gewisses Konzentrieren des Buchhandels auf ein-zelne bestimmte Punkte der Stadt ausprägt, so ist dies für die Anfangs-zeiten desselben für manche Städte, namentlich für Universitätsstädte,förmlich charakteristisch. Auch hierin ist teilweise ein Nachwirken der Ver-hältnisse des Handschriftenhandels und der ihn in Universitätsstädtenregelnden Statuten zu verspüren. In Paris war es ja auch die RueSt. Jacques, iu der sich die bedeutendsten Buchhandlungen vorfanden,in London — allerdings keiner Universitätsstadt , aber hier doch im An-schluß an die Bedürfnisse der Kirche und den alten Brauch — Pater-noster Row und daneben St. Pauls Churchhard. Auch in Leipzig warenes die uächsten Umgebungen des Nikolaikirchhofs, in denen die bedeutend-sten Kollegien und Bursen lagen, welche die Buchdrucker und Buchführerbesonders zur Niederlassung anlockten. Ganz besonders aber springt dieseKonzentration des buchhändlerischen Verkehrs in Köln in die Augen.Hier bildete die „Zur Fettenhennen" genannte Straße den Mittelpunktdesselben. Iu der Fcttcnhermen (suii ?iugui g-zUlni,.) befand sich fastJahrhunderte hindurch, wie schon im zweiten Kapitel angeführt, das