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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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frobens Ruhm in den Gelehrtenkreisen.

^Sechstes

keiner Offizin mehr verdanken als der Frobenschcn, und am 2. Februar1525 lobt er in einem Briefe an Turzo in Olmütz die Schönheit undden Glanz der Werkstatt Frobens, welch letzterer ihm nur zur Verherr-lichung der Wissenschaften geboren zu sein scheint. Und an TheobaldFcttichinö richtet Erasmus am 5. Dezember 1526 die Worte:Es kannniemandem zweifelhaft sein, wie viele Jahre Johann Froben , mit welchenNachtwachen, Anstrengungen und Kosten er vorzügliche Autoren geförderthat und zwar mit größerm Ruhm als Vorteil. Er hat zu Hause inbeiden Litteraturen einen ebenso hochgelehrten als gewissenhaften Mann,welch letztere Eigenschaft ich nicht zuletzt rechne. Daher ist meines Er-messens kein anderer würdiger Eurer Gunst, als Froben, denn durchkeine andere Werkstatt wird für treffliche Autoren besser gesorgt werden;endlich aber werdet ihr kaum einem andern ebenso dankbaren und erkennt-lichen Mann Eure Geschäfte austragen."

Wenn ich in der Schlacht sterben soll", schreibt Erasmus an JohannVergura am 2. September 1527,so wird Froben für mich der besteBeistand sein, indem er mir die Waffen im Kampfe darreicht." Denganzen Wert des Freundes und seine eigene Trauer faßte aber Erasmusnach Frobens Tode in die ergreifenden Worte zusammen:JohannesFroben , ein in jeder Beziehung vorzüglicher Mann, hat uns, von einerLähmung dahingerafft, zu meinem tiefen Schmerze verlassen. Er warzur Förderung der Studien geschaffen und wünschte sich kein längeresLeben, als bis er den heiligen Augustinus vollendet hätte, den er mitgroßen Kosten vorbereitet hatte und auf sechs Pressen druckte. Der Hin-gang dieses Freundes hat mich hart getroffen. Die Last der Offizinhaben sein Sohn Hieronymus und ich übernommen. Für die siebenPressen muß ich schaffen, was sie drucken, aber vor allem erschöpft michder Augustin, den ich ganz verbessere, während ich beim Hieronymusnur die Briefe für mich genommen habe. Diese Arbeit hat mir, ob-gleich ich mich mit Händen und Füßen wehrte, der selige JohannesFroben aufgeladen, den ich so liebte, daß ich ihm nichts abschlagenkonnte, auch wenn er mir befohlen hätte, auf dem Markte auf dem Seilzu tanzen. Er ist über der Arbeit gestorben. Ich fürchte, daß sie auchmich aufreibt; wenigstens hat sie mir schon die Augen verdorben."Seit15 Jahren", fährt Erasmus am 16. September 1528 fort,habe ichmit Basel in Verbindung gestanden; ich habe die Stadt oft auf der