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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
Entstehung
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Kapitel.)

Erasmus' Arbeiten für Froben.

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bedient, welche den verehrten Kardinal Adrianus, den Förderer des wissen-schaftlichen und gebildeten Lebens, gebeten haben, beim Papste ein gutesWort für Dich einzulegen. Nachdem dieser ein sehr zierliches Schreibenvon unserm Rhenanus hierüber an mich angenommen hatte, hat er beimPapste unsere Bitte durchgesetzt. Es ist also ein päpstliches Breve er-langt und ausgegeben, welches wir anbei übersenden. Wir haben sechsDukaten dafür ausgelegt, die wir von den Welsers in Augsburg empfangenhaben und die Du ihnen zurückerstatten lassen wirst. Sei versichert,daß diese Ausgabe eine sehr geringe ist, aber unserer Anstrengung undunserm Fleiß magst Du es zuschreiben, wenn wir weniger als an-dere bezahlt haben. Denn sei versichert, kein anderer hätte es so billigerlangt. Dies bezeugen auch die römischen Buchhändler, die auch aufuuser Befragen meinten, wir- müßten etwa 30 Goldgulden daran wen-den. Uns also, die wir so willfährig Deinen und der Freunde Bittenoder vielmehr Ermahnungen nachgegeben, bist Du jetzt etwas verpflichtet,damit Du die Dir erwiesene Wohlthat bei Gelegenheit Deinerseits zurück-erstattest."^

Ziemlich um dieselbe Zeit, am 19. August 1516, meldete Erasmusdein Papste Leo X. :Der ganze Hieronymus, der unter den günstigstenAnspisien entstanden ist und von allen Gelehrten mit der größten Span-nung erwartet wird, soll im nächsten Monat September herauskommen."Es dauerte indessen länger, denn noch am 5. Juni 1517 schrieb Eras-mus, daß der vollständige Hieronymus erst zur Herbstmesse jenes Jahreserscheinen werde.

Die sämmtlichen mit Erasmus in Verkehr stehenden Gelehrten ur-teilen nicht minder günstig über Frobens hervorragende Leistungen.O,daß es mir doch vergönnt wäre", schreibt Nikolaus Beraldus am 16. März151^ an Erasmus,dieses Neue Testament recht bald in den schönstenTypen gedruckt zu sehen, mit Frobenschen nämlich; es kann nichts Glän-zenderes, Angenehmeres und Vornehmeres als diese geben." Dorpiusaber bittet am 14. Juli 1518 Erasmus, denPrinzeps" aller Drucker,Froben, herzlich von ihm zu grüßen, da die Wissenschaft ihm so viel ver-danke.Möge der Herr ihm noch viele und glückliche Jahre geben, damiter seinem schönen Berufe, in welchem er selbst den Aldus übertrifft, nochlange leben kann!" Erasmus ist damit einverstanden, denn am 25. August1513 schreibt er au Puccius, daß die Studien der heiligen Wissenschaften