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lichen Ausgang streiten. Er fand sein Ende durch die Reformation undbildete den Höhepunkt der humanistischen Bewegung, weshalb er auchvollen Anspruch auf die Hervorhebung seiner Hauptmomente machen darf.
Johann Pfefferkorn also, ein getaufter Jude, hatte es sich mit demden Renegaten eigenen Eifer schon seit Iahren angelegen sein lassen, diegeistliche und weltlich Macht gegen seine ehemaligen Glaubensgenosseneinzunehmen, ihre Ausweisung zu betreiben und die Vernichtung ihrerBücher, welche der Hauptgrund ihrer Verstocktheit seien, zu erwirken.Seine Schriften, der „Judenspiegel" (1507), die „Judcnbeichte" (1508),das „Osternbuch" und der „Judenfeind" (letztere beide 1509), machteneinen nur geringen Eindruck; Pfefferkorn ging denn deshalb auch mitHilfe der kölner Dominikaner zur praktische" Tätigkeit über.
Seit dem Ende des 15. Jahrhw' ^cs beanspruchte dieser Orden einihm durch päpstliche Vollmacht übertragenes oberstes Censurrecht in undfür Deutschland . Da nun unter den von Pfefferkorn gegen die Judenvorgeschlagenen Maßregeln die Unterdrückung ihrer Bücher eine der Wesenslichstcn war, zeigte sich ihm in dieser Vollmacht der Weg zur Erreichungseiner Absichten. Die Juden waren noch immer Kammcrknechte des Kai-sers, der also auch über ihr Eigentum verfügen konnte und deshalb indieser Angelegenheit gefragt werden mußte. Maximilian verlangte dennauch im Juli 1510, daß ihm ein Gutachten verschiedener namhaft ge-machter Gelehrten über die Thunlichkeit. und Ausführbarkeit des Vor-schlags durch den Kurfürsten von Mainz eingereicht werde.
Unter diesen Gelehrten befand sich auch Reuchlin , welcher bereits am6. Oktober 1510 seinen Bericht erstattete. Er teilte darin die Bücherder Juden in sogenannte Schmachbüchlein und nicht anstößige und sprachsich dahin aus, daß man nur jene und zwar erst nach vorgängiger Unter-suchung, wie auch rechtmäßig ergangenem Urteil vernichten solle. DieserAntrag erregte den heftigen Unwillen der „glaubeuseifrigen" Mönche,denen es bei solchem schwerwiegenden Widerspruch unmöglich wurde, dieJuden zu Ehren Gottes und der christlichen Kirche zu plündern. Soveranlaßten sie denn Pfefferkorn zur Veröffentlichung einer Schmähschriftgegen Reuchlin , welche der Renegat unter dein Titel „Handspiegel" —in etwa 1000 Exemplaren — auf der frankfurter Ostermesse 1511 selbsthausierend verkaufte uud „durch sein Weib im offenen Grempelkram jeder-mann feilbot, auch verschickte und verschenkte". Pfefferkorn sprach darin