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Geschichte des deutschen Buchhandels bis in das siebzehnte Jahrhundert : mit 3 lithogr. graph.-statist. Taf. / Friedrich Kapp. Aus. d. Nachlasse d. Verf. hrsg. von d. Histor. Komm. d. Börsenvereins d. Deutschen Buchhändler
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Die Übersetzung des Neuen Testaments .

^Siebentes

heraus. DerLermo äs virtuto (Zxc;c>illiiiumc:a.tioui8" endlich erlebtezehn Auflagen und zwar außer einer wittenbcrger neun in Leipzig undAugsburg ; außerdem aber ging er auch wie die vorhergehendenKeso-lutiones" in die Frobensche Gesamtausgabe über.

Die große rcformatorische Bewegung gewann übrigens erst innernHalt und Angriffs^ und Widerstandskraft durch oic Übersetzung desNeuen Testaments und die ihr von Jahr zu Jahr bis 1534 folgendeneinzelnen Teile der ganzen Bibel. Jene Übersetzung, welche Luther aufder Wartburg vollendete, wurde am 22. September 1522 von MelchiorLotter in Wittenberg ausgegeben (die sogenannte September-Ausgabe).Die erste Auflage war 5000 Exemplare stark, wurde jedoch schon inner-halb dreier Monate abgesetzt, sodaß bereits im Dezember 1522 eine neueAusgabe veranstaltet werden mußte. Natürlich fielen die Nachdrucke?gleich über diese willkommene neue Beute her. Adam Petri in Basel war zuerst bei der Hand. Er gab seinen ersten Nachdruck eine groß-artige Leistung! schon zu Ende des Jahres 1522 heraus und ver-öffentlichte in? ganzen in den Jahren 1522 bis 1525 sieben Ausgabendes Neuen Testaments , nämlich vier in Oktav und drei in Folio. DerBaseler Thomas Wolf druckte zwischen 1523 und 1525 fünf Auflagenund Haus Schönspcrger in Augsburg stellte von 1523 bis 1524 derenauch zwei her. Selbst im Auslande verlangte man nach der Über-setzung.Wenn es möglich wäre, das Neue Testament nach Luthers Übersetzung ins Französische zu übersetzen", schreibt der schon öfter genannteVangris aus Basel am 20. August 1524 an Wilhelm Farel , damalsin Mömpclgard,so würde es eine große Wohlthat für Frankreich, Bur-gund und Savoyen sein. Die französischen Typen (uns Istrs trallo^so)würde ich nötigenfalls von Paris oder Lyon kommen lassen. Sollte esaber solche in Basel geben, so wäre das desto besser." ^

Die Begeisterung des Volks für den Reformator hatte schon seit1517 mit jedem Tage mehr alle Klassen und Stände ergriffen undschien zu Anfang des dritten Jahrzehnts kaum noch einer Steigerungfähig zu sein. Selbst Ritter und Geistliche standen auf seiner Seite.Diese waren ihm sehr gewogen, teilten seine Ansichten, bezeugten ihmsogar öffentlich ihren Beifall und segneten ihn. Scheurl erklärte demJohann Eck , daß er Luthers Lehre (1518) für fest, aufrichtig, katholisch,unüberwindlich und nnwidersprechlich halte. In Nürnberg wurden Luthers